• Die 88 Seiten starke Broschüre zur Kulturhauptstadt kostete rund 48.000 Euro.

88 Seiten für 48.000 Euro

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Das Kulturhauptstadtjahr ist vorbei. Wer noch einmal nachlesen möchte, was Chemnitz 2025 alles erreicht hat, bekommt die Erfolge jetzt auch auf Papier. Die Stadt hat dafür eine 88 Seiten starke Broschüre drucken lassen. Insgesamt 3.000 Exemplare. Kostenpunkt rund 48.000 Euro.

Was das Heft so viel Geld kosten lässt, geht aus der Antwort von Oberbürgermeister Sven Schulze auf eine Anfrage des AfD-Stadtrats Nico Köhler hervor.

Allein die Gestaltung kostet mehr als 27.000 Euro

Die größte Summe floss in die Gestaltung der Broschüre. Für das Layout, die Illustrationen und den Satz wurden 23.050 Euro netto ausgegeben. Dazu kommen 6.760 Euro für das Sammeln und Aufbereiten der Daten. Auch der Druck hat seinen Preis. Dafür stellte die beauftragte Firma 10.879 Euro netto in Rechnung.

Unterm Strich macht das 40.689 Euro ohne Mehrwertsteuer. Rechnet man 19 Prozent hinzu, sind es rund 48.400 Euro.

3.000 Exemplare in zwei Sprachen

Die Stadt ließ 2.500 Broschüren auf Deutsch und weitere 500 auf Englisch drucken. Die Hefte werden unter anderem an Beteiligte des Kulturhauptstadtjahres sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Presse verteilt. Wer kein gedrucktes Exemplar bekommt, kann sich die Broschüre auch kostenlos als PDF auf der Internetseite der Stadt herunterladen.

Keine Fördermittel für die Broschüre

An der Erstellung waren neben der Stadtverwaltung auch die Kulturhauptstadt-Gesellschaft, das FOG-Institut und die TU Chemnitz beteiligt. Das Heft stellt 25 Ergebnisse des Kulturhauptstadtjahres vor. Darunter die rund 3,5 Millionen erreichten Menschen und die gestiegenen Übernachtungszahlen. Bezahlt wird die Broschüre aus städtischen Mitteln. Zuschüsse von Bund und Freistaat Sachsen gab es dafür nicht.