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Weltkriegsbombe in Dresden erfolgreich entschärft

Liveticker
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Dresden atmet auf! Die am Königsufer freigelegte Weltkriegsbombe ist erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger britischer Bauart wurde mit einem sogenannten Wasserstrahlschneider unschädlich gemacht. 

Die Spezialtechnik kam zum Einsatz, weil der Zünder der 250-Kilo-Bombe bereits beschädigt war. Mit dem Schneider konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst ihn aus sicherer Entfernung abtrennen. Für die Entschärfung mussten heute 18.000 Menschen in der Dresdner Innenstadt evakuiert werden, sie können nun in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die aktuelle Entwicklung gibt es hier im Live-Ticker: 

16:42 Uhr Sprengmeister: Das war Teamarbeit!

Sprengmeister Thomas Zowalla

16:11 Uhr Einsatzkräfte sagen Danke!

Stellvertretend für alle Einsatzkräfte sagt hier Michael Klahre von der Dresdner Feuerwehr Danke! Danke an alle, die heute die Maßnahmen unterstützt haben und damit zum Erfolg der Entschärfung beigetragen haben. 

Feuerwehrsprecher Michael Klahre

15:45 Uhr Evakuierung wird aufgehoben

Jetzt ganz offiziell von Stadt, Feuerwehr und Polizei: Die bei den Sondierungsarbeiten im künftigen Baufeld der neuen Carolabrücke aufgefundene 250-Kilogramm-Weltkriegsbombe britischer Bauart ist heute, 11. März 2026, durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgreich entschärft worden. Der Zünder konnte vor Ort entfernt und anschließend gesprengt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten können die zuvor eingerichteten Sperrmaßnahmen schrittweise aufgehoben werden. Die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner können in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Einsatzleitung bedankt sich bei allen beteiligten Einsatz- und Fachkräften sowie den unterstützenden Behörden und Organisationen für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Maßnahmen. Ein besonderer Dank gilt auch der Bevölkerung für das Verständnis und die Unterstützung während der Evakuierung.

Polizeisprecher Marko Laske

15:16 Uhr Die Bombe ist entschärft!

Nach Informationen unserer Reporterin vor Ort ist die Bombe erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger britischer Bauart wurde mit einem sogenannten Wasserstrahlschneider unschädlich gemacht. Die Spezialtechnik kam zum Einsatz, weil der Zünder der 250-Kilo-Bombe bereits beschädigt war. 

14:43 Uhr Bilanz zur Evakuierung - alles reibungslos

Die Evakuierung verlief nach Angaben der Einsatzkräfte reibungslos. Derzeit befinden sich etwa 300 Menschen in der Notunterkunft in der Messe. Für sie gab es auch ein Mittagessen. Alle hoffen, dass sie am Abend in ihre Wohnungen zurück können. 

14:30 Uhr Herkuleskeule hofft, heute Abend spielen zu können

Auch die Kabarettisten der Herkuleskeule verfolgen gespannt die aktuelle Lage. Der Kabarettkeller im Kulturpalast ist von der Sperrung und der Bombenentschärfung betroffen. „Wir hoffen, dass alles gut geht – und natürlich hoffen wir auch, dass wir dann heute Abend rechtzeitig unsere Türen öffnen können“, sagt Philipp Schaller, der Künstlerische Leiter der Keule. „Notfalls starten wir statt 19.30 eine halbe Stunde später.“ Auf dem Spielplan steht „Nur die Harten komm‘ in Garten!“ – und auch dort spielt die Carolabrücke eine gewisse Rolle …

13:55 Uhr Polizei warnt vor Fake-News

Die am Dienstag an der Carolabrücke gefundene Weltkriegsbombe ist noch nicht entschärft. Derzeit bekommen Menschen, die über eine KI-Suchmaschine im Internet nach dem Bombenfund in Dresden suchen, die Auskunft, dass die Entschärfung abgeschlossen wäre. Das ist falsch. Die Entschärfung des am Dienstag gefundenen Blindgängers dauert an. Entsprechend darf auch der Sperrkreis rund um den Fundort nicht betreten werden.

Die Dresdner Feuerwehr und die Polizeidirektion Dresden informieren, sobald die Bombe entschärft und die Sperrungen aufgehoben sind. 

Polizeisprecher Marko Laske

Das zeigt die KI, und das ist FALSCH!

12:40 Uhr Evakuierung abgeschlossen - Entschärfung beginnt

Gegen 12:33 Uhr haben die Einsatzkräfte die Evakuierung abgeschlossen. Sie verlief reibungslos. Aktuell sind etwas mehr als 310 Betroffene in der Notunterkunft in der Messe Dresden aufgenommen worden.

Zur Kontrolle des Sicherheitsbereiches brachte die Polizei auch eine Flugdrohne und einen Hubschrauber zum Einsatz. Jetzt beginnen die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung der Bombe.

Während der Entschärfung bleibt der Sicherheitsbereich (siehe Karte) gesperrt. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Polizeisprecher Marko Laske

12:05 Uhr Sperrkreis noch nicht vollständig geräumt

In der Messe sind schätzungsweise 300 Menschen untergekommen. Sie werden versorgt, bis die Evakuierung beendet ist. Die Polizei sucht unterdessen immer noch den Sperrkreis ab, denn vereinzelt halten sich immer noch Personen darin auf. 

11:05 Uhr Entschärfung erfordert Spezialtechnik

Die am Königsufer gefundene Weltkriegsbombe muss mit einem Spezialgerät entschärft werden. Der Zünder ist beschädigt und kann nicht einfach entfernt werden, wie sonst bei anderen Blindgängern. Deshalb wird ein sogenannter Wasserschneider zum Einsatz kommen.

Das Gerät ähnelt einem Hochdruckreiniger und kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Zünder einer Bombe beschädigt ist. Über eine Fernsteuerung wird mit hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und Quarzsand aus einer Düse gepresst. Damit lässt sich das Metall schneiden und der Zünder an der Bombe entfernen. Für die Sprengmeister bedeutet das maximale Sicherheit, denn sie können die Anlage aus sicherer Entfernung bedienen, ohne sich in Gefahr zu bringen.

10:21 Uhr Kontrolle des Sperrkreises läuft

Im Sperrkreis befinden sich noch immer Menschen. Polizei und Feuerwehr kontrollieren jedes einzelne Gebäude, um sicher zu gehen, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich aufhält. Älteren und pflegebedürftigen Menschen helfen die Einsatzkräfte und bringen sie in die Notunterkunft in der Messe.  

09:00 Uhr Sperrkreis wird geschlossen

In diesen Minuten wird der Sperrkreis geschlossen. Ringsherum wird der Verkehr dichter, vor allem auf der Marienbrücke. 

Die Einsatzkräfte beginnen nun damit, den Sperrbereich zu kontrollieren. Dabei kommen auch eine Drohne und ein Hubschrauber zum Einsatz. Sobald keine Menschen mehr in dem Bereich sind, können die Entschärfungsarbeiten beginnen. Die Dresdner Polizei bittet alle Personen, die sich jetzt noch im Evakuierungsgebiet (siehe Karte) befinden, den Anweisungen der Einsatzbeamten Folge zu leisten.

Etwa 18.000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Der Verkehr im Umfeld wird von der Polizei abgeleitet. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Neben Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten sind rund 410 Polizisten im Einsatz.

08:23 Uhr Polizei: Zünder der Bombe ist beschädigt

Die Entschärfung der Bombe stellt die Experten vom Kampfmittelbeseitungsdienst vor eine besondere Herausforderung. Nach einer ersten Einschätzung ist der Zünder beschädigt und kann deshalb nicht einfach herausgedreht werden. Deshalb muss ein sogenanntes Wasserschneidegerät zum Einsatz kommen, sagte uns Polizeisprecher Marko Laske. Die Entschärfung wird dadurch länger dauern als sonst üblich. 

Polizeisprecher Marko Laske

07:50 Uhr Notunterkunft wird geöffnet

Die Polizei ist im Sperrkreis unterwegs und weist auf die Evakuierung hin. Ab 9 Uhr wird der Sperrkreis geschlossen. In der Messe hat die Notunterkunft geöffnet. Die DVB bringen die Menschen mit extra Linien dorthin. Die Busse und erstmals auch Straßenbahnen verkehren im Zeitraum von 7 Uhr bis 9 Uhr etwa im 20-Minuten-Takt. 

Busroute zur Notunterkunft
• Sachsenplatz
• Striesener Straße / Gerichtsstraße
• Pirnaischer Platz / Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
• Messe Dresden

Straßenbahnroute zur Notunterkunft
• Albertplatz
• Carolaplatz
• Augustusbrücke (Blockhaus)
• Theaterplatz

Feuerwehrchef Michael Katzsch

07:40 Uhr Einsatz läuft an

Die Einsatzkräfte haben an der Messe einen Sammelpunkt eingerichtet. Hier gibt es aktuelle Informationen, die Logistik wird koordiniert und es gibt Verpflegung. 

Polizeisprecher Marko Laske

Notunterkunft und Transport

Für Bürgerinnen und Bürger, die während der Maßnahmen nicht anderweitig unterkommen können, wird eine Notunterkunft in der Messe Dresden eingerichtet. Diese steht ab 7 Uhr zur Verfügung.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) stellen zusätzliche Transportmöglichkeiten bereit. Die Busse und erstmals auch Straßenbahnen verkehren im Zeitraum von 7 Uhr bis 9 Uhr etwa im 20-Minuten-Takt.

Über Umleitungen im Straßenbahn- und Busverkehr informieren die Dresdner Verkehrsbetriebe gesondert. Informationen unter www.dvbag.de

Information der Bevölkerung

Die Bevölkerung wird fortlaufend über den aktuellen Stand informiert. Die Information erfolgt über
•        die Internetseite www.dresden.de/bombe
•        die Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden, der Feuerwehr Dresden sowie der Polizei Sachsen
•        Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossen sind.

Immer wieder Bombenfunde an der Carolabrücke

Beim Abriss der Carolabrücke gab es 2025 gleich mehrere Bombenfunde. Am 8. Januar wurde eine US-amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Für die Entschärfung mussten 10.000 Menschen evakuiert werden. 

Am 27. Januar wurde der nächste Blindgänger entdeckt, am 28. Januar ein weiterer. In beiden Fällen bestand keine Gefahr, denn die Bomben hatten keine Zünder mehr. Die Geschosse konnten abtransportiert werden. 

Am 5. August gab es wieder Bomben-Alarm. Diesmal mussten 17.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, damit eine britische Fliegerbombe entschärft werden konnte. Es war die bisher größte Evakuierung in der Dresdner Stadtgeschichte.