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Bunter AfD-Vorschlag für Leipzig: Rathaus sagt „Nein, danke“

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Die Leipziger AfD hat einen Anlauf zur Verschönerung der Stadt mit Blumen gestartet. Sie möchte überall in Leipzig mehr Blumenampeln. Auch beziehungsweise vor allem auch auf dem Markt. Bei der Stadtverwaltung stößt das offenbar auf wenig Gegenliebe. 

Darum geht´s

Beschließen soll das Ganze der Stadtrat. Die AfD-Fraktion hat beantragt, Laternen in der Innenstadt und anderen stark frequentierten Straßen und Orten „in angemesserner Stückzahl“ mit Blumenampeln zu verschönern. „Zur Steigerung der Attraktivität“, wie es in dem Beschlussantrag heißt. Finanziert werden könnte das durch Spenden und Patenschaften - unterstützt von der Leipzig Tourismus

Andere Städte würden es vormachen, zum Beispiel Delitzsch, Bitterfeld-Wolfen oder Würzburg. Durch die Blumen würde „die Aufenthaltsqualität ganzer Innenstadtteile gefördert und Besucher zum längeren Verweilen in den jeweiligen Einkaufspassagen angeregt.“ Dadurch würde der Einzelhandel und die Gastronomie gestärkt. Außerdem könnte „durch eine geeignete Auswahl an bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen“ die Biodiversität gefördert werden.

Warum die Stadtverwaltung kategorisch dagegen ist

Mit dem Parteibuch hinter dem Antrag hat es scheinbar wenig zu tun. Denn die Argumente gegen die Ampeln wirken einleuchtend: Laut verschiedener Studien würde Leipzig mit seinen Grünflächen im Vergleich zu vielen anderen Städten bereits jetzt als sehr attraktiv wahrgenommen. Daher seien „keine signifikanten positiven Effekte durch Blumenampeln auf die Attraktivität des Stadtraumes“, zu erwarten.

Außerdem sei das Anbringen von Blumenampeln wegen des hohen Gewichts bei den meisten Leipziger Laternen auch gar nicht möglich - oder würde deren Leuchtkraft beeinträchtigen. Dazu käme ein hoher organisatorischer Aufwand, für den die Stadtvewaltung aktuell keine Kapazitäten habe. 

Das letzte Wort hat aber der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung kommende Woche.