- Der Dresdner Fotograf Matthias Creutziger gewinnt den diesjährigen Kunstpreis
- Inez und Demian Kappenstein bilden ÄTNA, die u.a. mit Peter Fox und internationalen DJs zusammen arbeiten
- Kulturbürgermeisterin Klepsch (grünes Kleid) mit den diesjährigen Preisträgern Matthias Creutziger (Mitte), dem Duo Ätna (re.) und der Banda Communale
Dresdner Kunstpreis für Theaterfotograf Creutziger
Der mit 10.000 Euro dotierte Dresdner Kunstpreis geht in diesem Jahr an den Theaterfotografen Matthias Creutziger. Das wurde am Montag bekannt gegeben.
Damit würdigt die Landeshauptstadt das langjährige Schaffen des Fotografen in der Dresdner Kulturszene. Creutzinger war viele Jahre lang fester Fotograf der Sächsischen Staatsoper und der Sächsischen Staatskapelle. Der 75-Jährige begleitete internationale Tourneen, hat „die Konzerthallen dieser Welt gesehen“, so Creutziger selbst, und prägte somit über Jahrzehnte das fotografische Bild des Dresdner Musiklebens. Der Dresdner zeigte sich überrascht über den Preis: „Den bekommen doch eigentlich Lichtgestalten. Ich bin ja eher der Typ aus der Dunkelkammer“, scherzt er. Er versuche, bei seinen Fotos den Moment einzufangen, in dem es „im Saal knistert, mit dem Ton, wo die Musik abhebt und der Mensch mit der Musik verschmilzt“, so Creutziger.
Darüber hinaus gestaltete er Fotovorlagen für Bühnenbilder, war künstlerischer Leiter der Konzertreihen „Jazz in der Philharmonie“ in Ludwigshafen und „Jazz in der Semperoper“ in Dresden und kuratierte Foto- und Grafikausstellungen in ganz Deutschland.
Neben dem Kunstpreis werden auch zwei Förderpreise vergeben: an das international erfolgreiche Musikduo ÄTNA aus Dresden sowie die Banda Comunale erhalten jeweils 5000 Euro.
Insgesamt wurden 70 Vorschläge für die Preise eingereicht, eine Jury diskutierte und einigte sich dann auf die Preisträger. „Alle Preisträger stehen für Dresden exemplarisches und musikalisches Labor zwischen Tradition und Gegenwart, Internationalität, Performance und gesellschaftlicher Haltung“, so Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke). Die offizielle, feierliche Preisverleihung findet am 1. Juni 2026 statt.


