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Kristallpalast: Bald Park statt Betonwüste

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Noch ist es eine Betonwüste ohne Bänke und Seele. „Ein Ort, an dem man schnell durchgeht“, sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (Grüne). Die Rede ist vom Platz hinter dem Kristallpalast. 

Im Sommer kann sich hier der Platz schon mal auf 42 Grad aufheizen - u.a. deswegen soll er grüner werden und das Stadtklima und die Aufenthaltsqualität verbessern. 21 Bäume werden gepflanzt, Bänke, Spielgeräte mit einer Benebelungsanlage für heiße Tage sowie ein Trinkbrunnen errichtet. Das (Regen)wasser für die Bäume und Grünflächen soll direkt im Untergrund gespeichert werden und nicht mehr in die Kanalisation abfließen. Einziger Wermutstropfen: Die Bauarbeiten beginnen erst ab 2028.

Denn dann sind erst die über 2 Mio. Euro verfügbar, die die Stadt für die Umsetzung braucht. Selbst schießt sie 540.000 Euro aus ihrem Haushalt zu. 

Baubürgermeister Stephan Kühn: „Die Umgestaltung des Umfelds des Kristallpalasts ist ein wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau, die 2033 in Dresden stattfinden soll. Wir können dafür umfangreich Mittel der Städtebauförderung nutzen und so langfristig mehr Aufenthaltsqualität und Grün ins Stadtzentrum bringen. Was wir hier in den nächsten Jahren umsetzen wollen, soll aber kein Solitär bleiben, sondern beispielhaft für die Neugestaltung öffentlicher Räume in der Dresdner Innenstadt stehen. Auch am Wiener Platz oder am Grünen Bogen wird Dresden zur BUGA noch umgestaltet.“

DVB legt vor

Bei den Verkehrsbetrieben gehts schneller. Da wird im September/Oktober diesen Jahres schon die nahegelegene Haltestelle Walpurgisstraße mit einem Dutzend Bäumen begrünt. Zudem wird sie länger, 122 Meter Gleise werden erneuert. „Diese Haltestelle ist die einzige, an der keine zwei Stadtbahnwagen (je 45 m lang) gleichzeitig einfahren können, was für uns ein Engpass ist. Derzeit fahren vier Linien auf der Strecke - mit der Wiederinbetriebnahme der Carolabrücke dann fünf. Da nehmen wir jede Erleichterung mit, die sich uns bietet“, erklärt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Auch für diese, insgesamt 1,5 Mio. Euro teure Maßnahme, steuert die Stadt 540.000 Euro an Eigenmitteln bei. Sie stammen aus der sogenannten „Stellplatz-Ablöse“, die Investoren zahlen müssen, wenn sie in Dresden bauen. 

Audio:

Der Baubürgermeister zu den Plänen rund um den Kristallpalast
DVB-Vorstand erklärt, wie die nahegelegene Haltestelle begrünt wird