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Lauchhammer-Mordprozess: „Ich sah einen Menschen durch die Luft fliegen“

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Wird der mutmaßliche Mörder des 32-jährigen Oberkommissars Maximilian Stoppa aus Dresden verurteilt oder kommt er ungestraft davon? Über den  Antrag der Verteidigung zur Einstellung des Verfahrens will das Landgericht Cottbus erst zu Prozessende entscheiden.  Das erklärte heute Kammervorsitzender Frank Schollbach zu Beginn des zweiten Prozesstages.  

Heute Vormittag sagten die ersten Zeugen aus. Rentnerin Karin O. wollte in die Sauna. Plötzlich war sie mitten im Polizeieinsatz. Sie stoppte, setzte Warnblinker. Kurz darauf raste der Autoschieber an ihrem Wagen vorbei. Im Bruchteil einer Sekunde sei   vor ihr ein Mensch durch die Luft geflogen, sagte sie aus.  Die Bilder habe sie immer noch vor Augen.   Drei weitere Zeugen bestätigten die Aussagen. 

Die Tat geschah vor einem Jahr. Die Dresdener Zivilstreife hatte  Autoschieber verfolgt. In Lauchhammer sollte der Jeep Grand Cherokee angehalten werden. Der Oberkommissar war ausgestiegen und wollte einen Nagelgurt aus dem Kofferraum holen. In diesem Moment sei der Fahrer des Pilotautos, das die Fluchtroute der Autoschieber absichern sollte, auf den Polizisten zugefahren. 

Der Prozess wird am 30. Januar fortgesetzt.