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  • Die Lokführer der Mitteldeutschen Regionbahn bekommen rückwirkend zum 1. März mehr Geld.

Mehr Geld für die MRB-Lokführer

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Die Tarifverhandlungen bei der Mitteldeutschen Regiobahn sind beendet. MRB und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer haben eine Tarifeinigung erzielt. Der neue Tarifabschluss gilt rückwirkend ab dem 1. März 2026 und läuft über 24 Monate. Damit endet die zuvor vereinbarte Brückenphase und eine neue Regelung tritt in Kraft. Nach Angaben der Mitteldeutschen Regiobahn umfasst die Tarifeinigung mehrere Schritte zur Weiterentwicklung der Entgelte und zur Anpassung der Entgeltstruktur. Auch Fragen zur Eingruppierung einzelner Funktionsgruppen wurden geregelt.

Mehrstufige Anpassung der Entgelte

Die Entgelte steigen in mehreren Stufen. Zum 1. Oktober 2026 werden Entgelte und Zulagen um 2,5 Prozent erhöht. Zum 1. Februar 2027 folgen strukturelle Anpassungen in den Entgelttabellen. Zum 1. Dezember 2027 werden Entgelte und Zulagen erneut um 2,5 Prozent angehoben. Zusätzlich wird eine achte Entgeltstufe eingeführt. Auch weitere strukturelle Elemente in den Entgelttabellen sind Teil der Tarifeinigung. Darüber hinaus wurden Regelungen zur Eingruppierung bestimmter Funktionen vereinbart. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer bestätigte den Abschluss. Nach Angaben der GDL wird außerdem die Vergütung der Auszubildenden schrittweise angehoben. Ziel ist das Niveau der Ausbildungsvergütung bei der Deutschen Bahn.

Urlaubsgeld und Laufzeit

Teil der Tarifeinigung ist auch ein jährliches Urlaubsgeld. Beschäftigte erhalten ab 2026 jeweils 600 Euro pro Jahr. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre und beginnt rückwirkend zum 1. März 2026. Laut Mitteldeutscher Regiobahn berücksichtigt die Vereinbarung sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Markt des Schienenpersonennahverkehrs als auch die Interessen der Beschäftigten. Roman Bartels, Regionalleiter Ost der Transdev GmbH und Vorsitzender der Geschäftsführung der Mitteldeutschen Regiobahn, erklärte: „Wir haben eine tragfähige Lösung erreicht, die sowohl die Leistung unserer Beschäftigten anerkennt als auch Planungssicherheit für die kommenden Jahre schafft.“ Die Gespräche seien von Beginn an konstruktiv verlaufen.

Regionalverkehr zwischen Leipzig, Chemnitz und Dresden

Die Mitteldeutsche Regiobahn betreibt mehrere Linien im mitteldeutschen Regionalverkehr. Dazu gehören die Regional-Expresslinie RE 6 zwischen Leipzig und Chemnitz sowie die Regionalbahnlinie RB 110 zwischen Leipzig und Döbeln. 
Im Elektronetz Mittelsachsen fahren außerdem die Linien RE 3 Dresden – Hof, RB 30 Dresden – Zwickau und RB 45 Chemnitz – Elsterwerda. An den Standorten Leipzig und Chemnitz beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 400 Mitarbeiter.