• Die 3,8 km lange Schnellstraße geht durch einen Tunnel (li.), über die Gottleubatal-Brücke bis auf die B172 (rechts)
  • Die Betonarbeiten auf der Brücke mussten für 6 Wochen ruhen - es war zu kalt.
  • Der Kohlbergtunnel ist asphaltiert, jetzt fehlt noch die Tunnel-Technik und Beleuchtung
  • Vom Tunnel führt die neue Straße direkt auf die 916 Meter lange Talbrücke

Sechs Wochen Frostpause: Wird die Umfahrung Pirna dieses Jahr noch fertig?

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Sie ist immer noch Sachsens teuerste Baustelle - Jeder Meter der 3,8 Kilometer lange Strecke kostet mittlerweile 73.684 Euro! Nun neigt sich der Bau der Südumfahrung Pirna nach acht Jahren Bauzeit dem Ende zu. Geplanter Eröffnungstermin ist Ende diesen Jahres.

Doch der Frost der letzten Wochen hat die Baupläne um sechs Wochen zurückgeworfen, es konnte nicht betoniert werden. Das ist vor allem auf der Gottleubatalbrücke nötig. Dort müssen erst die Fahrbahnplatten einbetoniert werden bevor der Asphalt darauf gewalzt werden kann. 

Das steht als nächstes an

Rüdiger Miertschink: „Die Arbeiten laufen seit dieser Woche wieder. Wir sind aktuell dabei, ein weiteres Stück der Fahrbahn auf der Gottleubatalbrücke zu betonieren. Und wir hoffen sehr, dass das Wetter einigermaßen stabil bleibt und wir unsere Arbeiten zielgerichtet fortsetzen können. Wenn alle Maßnahmen, die wir uns zur Optimierung des Bauablaufs überlegt haben, passen, und nicht nochmal eine Frostperiode kommt, dann ist der Termin zur Verkehrsfreigabe Ende 2026 realistisch.“

Pendler aus der Sächsischen Schweiz können täglich beobachten, wie sich die Anschlussstraße an die B172 auf dem Pirnaer Sonnenstein entwickelt. Parallel dazu wird im Kohlbergtunnel die Technik und Beleuchtung verbaut. Die Asphaltarbeiten konnten dort schon Ende letzten Jahres abgeschlossen werden. 

Kosten sieben Mal angepasst

Ursprünglich war die Schnellstraße mal für 97 Mio. Euro geplant. Sieben Mal musste Bauherr DEGES die Gesamtkosten bereits nach oben anpassen. Standen vor einem Jahr noch 236 Mio. Euro zu Buche, rechnet Miertschink jetzt mit 280 Mio. Euro Gesamtbaukosten. Teurer soll's dann aber wirklich nicht mehr werden, so Miertschink, da die Verhandlungen über den letzten Bauabschnitt mit der Arge abgeschlossen seien. 

Audio:

Bauleiter Rüdiger Miertschink zu dem Mammutprojekt