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- Wird die Gewerkschaft ver.di ernst machen? Busse der OVO auf ihrem nächtlichen Abstellplatz in Niesky.
Zeichen auf Streik im Nahverkehr in der Oberlausitz
Im Nahverkehr in den Landkreisen Bautzen und Görlitz stehen die Zeichen auf Streik. Auch in der dritten Tarifrunde konnte kein Kompromiss erzielt werden. Die Gewerkschaft ver.di entscheidet morgen über Art und Umfang des Arbeitskampfes.
Die Arbeitgeber haben nachgebessert und bieten eine Lohnerhöhung in drei Schritten an: um zweimal 1,9 und einmal ein Prozent – bis Anfang 2028, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages bis Ende Juni 2028. Außerdem sind sie bereit, einmalig 200 Euro zu zahlen.
Was die Arbeitgeber noch bieten:
Erhöhung der Nachtzulage auf 25 % ab 1. April 2026, jedoch erst ab 21:00 Uhr (bisher ab 20:00 Uhr)
Erhöhung der Zulage beim Zusammentreffen mehrerer Zeitzuschläge von 15 % auf 20 % ab 1. April 2026
Einführung einer Samstagszulage von 25 %, ab 1. Januar 2027 jedoch nur noch 15 % ab 13:00 Uhr
Erhöhung der Zulage für geteilte Dienste von 13 Euro auf 15 Euro ab 1. April 2026
Laufzeit: bis 31. Dezember 2030
Das alles aber reicht der Gewerkschaft noch nicht. Sie fordert acht Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2027.
Sollte es zum Streik kommen, wären fünf Unternehmen in der Oberlausitz betroffen: die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda, Regionalbus Oberlausitz, die Görlitzer Verkehrsbetriebe, Omnibusverkehr Oberlausitz (OVO) und DB Regio Bus Ost Zittau.
