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1.600 Schüler ziehen in den Kamenzer Forst

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Kamenz hat eine farbenfrohe Parade erlebt. Rund 1.600 Schüler zogen gestern Nachmittag in den Forst aus. Der Umzug ist ein Höhepunkt des Kamenzer Forstfestes.

 In weiß gekleidet, hatten die Kinder und Jugendlichen Schärpen in den Farbe der Stadt, der Oberlausitz, Sachsens und Deutschlands umgelegt. Gärtner aus der Stadt und der Umgebung steuerten den Blumenschmuck bei. Tausende Schaulustige säumten die Strecke.  Begleitet wurden die Mädchen und Jungen von Fahnengruppen, Spielmannszügen und Orchestern.  Nach einer Sage zogen 1431 die Kinder weiß gekleidet vor die Tore der Stadt, um sie an die Hussiten zu übergeben und die Zerstörung zu verhindern.

Das Forstfest endet am Donnerstag mit dem Einzug in die festlich beleuchtete Stadt.

Seit 2021 ist das Kamenzer Forstfest immaterielles Kulturerbe. Ausschlaggebend für die Aufnahme war, dass es sichum eine eigenständige Kulturform handelt. Sie sei identitätsstiftend und werde von Generation zu Generation weitergegeben, hieß es zur Begründung. Das Fest sei seit über 300 Jahren eine ganz besondere und lebendige Tradition im Freistaat.