25. Elbeschwimmen in der Sächsischen Schweiz
Das Elbeschwimmen in der Sächsischen Schweiz feiert Jubiläum. Zum 25. Mal gehen Wasserratten am 8. Juli an verschiedenen Orten gemeinsam baden. Startpunkte sind in Bad Schandau, Rathen und Wehlen. Hartgesottene schwimmen anlässlich des Jubiläums sogar 25 Kilometer.
Seit 1996 wird das Elbeschwimmen von der DLRG organisiert. Damit wollen die ehrenamtlichen Lebensretter den Fluss als Badegewässer wieder ins Gespräch bringen und auf die besser gewordene Wasserqualität aufmerksam machen.
Im Elbsandsteingebirge hat das Spektakel seinen Ursprung - konkret in Stadt Wehlen, dort wo seither die mit 900 Metern kürzeste Strecke beginnt und auch das Ziel ist. Schon recht frühzeitig nach der politischen Wende (1991) seien in Wehlen einige Mitglieder des Schiffervereins, die schon vor 1989 viele Kontakte nach Hamburg hatten, in die Fluten gesprungen, berichtet Karlheinz Petersen aus dem Stadtteil Pötzscha. „Aus ‚Frotzelei‘ haben wir immer gesagt, sie müssen mit uns reden, wenn es um eine saubere Elbe geht. Schließlich fließt sie ja zu euch.“
Die Wehlener wollten es den Hansestädtern unbedingt zeigen, dass wieder in die Elbe baden gegangen werden kann.„ “1992 hatten wir im Kleinen internen Kreis ein erstes gemeinsames Schwimmen organisiert„, erinnert er sich. Und es dürfte damals gar schon Urkunden gegeben haben. “Ich weiß noch, wir haben Oliver Kopka aus Rostock gewürdigt.„ Er war zu der Gruppe gestoßen und wohnte am Weitesten weg. “Eine Organisation für eine öffentliche Veranstaltung zu übernehmen, haben wir uns damals nicht getraut„, so Petersen.
Das machte drei Jahre später die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Dabei war es eher Zufall, dass die Lebensretter auf den Trichter kamen. Es war bei einer Kontrollfahrt, wie konnte es anders sein, auf der Elbe, erinnert sich Frank Burzinsky. “Die Schiffsschraube bei einem unserer Rettungsboote hatte plötzlich den Geist aufgegeben„, so der Technischer Leiter bzw. Leiter Einsatz und Technik vom DLRG Bezirk “Obere Elbe„ Pirna. Um dem Havarie auf dem Grund zu gehen, war die Besatzung gezwungen, dass einer ins Wasser springt.
Als der “Auserwählte„ aus der Elbe stieg, sagte er. “Die Elbe ist gar nicht mehr so dreckig. Eigentlich könnte man in ihr wieder Baden.„ Die anderen schauten zwar zunächst etwas ungläubig, waren aber dann begeistert. Die Idee reifte im Verein, der sich dann den Hut aufsetzte.
