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7.000 Jahre alte Siedlungsspuren in Dresden entdeckt

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In Leubnitz-Neuostra haben Archäologen etwa 7.000 Jahre alte Siedlungsspuren freigelegt. Sie befinden sich auf einem Grundstück an der Wilhelm-Franke-Straße, auf dem neue Wohnhäuser entstehen sollen.

Der älteste Fund ist ein Teil einer Kreisgrabenanlage. Dabei handelt es sich um runde Bauwerke, die aus Wällen und Gräben bestehen. Sie wurden vermutlich als Versammlungsplätze, Viehgehege aber auch astronomische Kalenderbauten genutzt. 

Funde aus mehreren Jahrtausenden 

Auch in späteren Zeiten siedelten Menschen an dieser Stelle. So finden sich aus der vorrömischen Eisenzeit, also dem 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus und aus dem 11. bis 12. Jahrhundert nach Christus Siedlungsspuren einer slawischen Vorbesiedlung. Bei den Siedlungsspuren handelt es sich vor allem um Gruben unterschiedlicher Größe und Pfostengruben ehemaliger Gebäude.

Alle Funde kommen nun nach Klotzsche in das Landesamt für Archäologie Sachsen. Dort werden sie gewaschen, beschriftet, restauriert und ausgewertet bevor sie in die unterschiedlichen Materialdepots des Archäologischen Archivs Sachsen gelangen.