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Archäologen entdecken altes jüdisches Tauchbad

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Archäologen haben auf der Baustelle am ehemaligen Johannisparkplatz an der Bahnhofstraße eine besondere Entdeckung gemacht. Sie legten in einem Kellergemäuer ein altes jüdisches Tauchbad frei. Die sogenannte Mikwe soll mehrere hundert Jahre alt sein und diente den Bewohnern des damaligen Wohnhauses der rituellen Reinigung. Für die Archäologen ist sie ein besonderer Glücksfall, denn ein derartiger historischer Fund zur Geschichte jüdischen Lebens ist in Chemnitz bisher einzigartig. In ganz Sachsen ist es erst das zweite Tauchbad dieser Art, das bisher gefunden wurde. Jetzt wird die Fundstelle wieder verfüllt, um sie, vor allem auch wegen der Bauarbeiten, vor Beschädigung und Einsturz zu schützen. Außerdem will man die Möglichkeit einer späteren Freilegung des Bades prüfen.