- Entschärfer Steffen Seliger und Enrico Schnick
Aufatmen in Cottbus - Weltkriegsbombe entschärft
Cottbus kann aufatmen. Die Weltkriegsbombe wurde entschärft, die beiden Zünder unschädlich gemacht. Danach konnte der Sperrkreis aufgehoben werden und die Menschen wieder zurück in ihre Häuser. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger war Anfang dieser Woche auf dem Bahngelände gefunden worden. Der Zug-, Straßenbahn- und Busverkehr wurde während der Entschärfung unterbrochen. Rund 3.000 Menschen mussten den Sperrkreis verlassen.
In Cottbus werden auch mehr als 80 Jahre nach Kriegsende Blindgänger gefunden. Die Stadt war im Februar 1945 Ziel eines alliierten Bombenangriffs. 435 Flugzeuge flogen damals über die Stadt. Sie klinkten insgesamt über 1.000 Tonnen Bomben aus. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach. Mehr als 1.000 Menschen wurden getötet – darunter viele Flüchtlinge aus Schlesien und Ostbrandenburg.
