Bahn spart bei ICE-Verbindungen zwischen Dresden und Leipzig
Die Deutsche Bahn will das Fernverkehrs-Angebot mit ICE-Zügen zwischen Dresden und Leipzig drastisch einschränken. So sollen ab Mitte Juni Züge zum Beispiel nur noch mit einem Zugteil fahren. Das wären 250 Sitzplätze weniger.
Die Abendverbindung nach Dresden soll nach dem Willen der Bahn ersatzlos wegfallen. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert die Sparpläne. Statt zu kürzen, müssten Kapazitäten gehalten und ausgebaut werden.
Fahrgäste haben das Nachsehen
„Der Entfall der ICE-Spätverbindung von Leipzig nach Dresden sei schwerer Fehler“, so Michael Koch, Referent der Region des Fahrgastverbands Pro Bahn Mitteldeutschland. „Die von der DB kommunizierte Alternative ist unattraktiv, da der RE50 schon jetzt häufig überfüllt ist und deutliche Reisezeitverlängerungen bedeuten würde. Die DB darf Stammkunden nicht derart im Stich lassen.“
Die Deutsche Bahn will einen Teil ihrer ICE-Flotte ausmustern. Die betroffene Baureihe fährt von Dresden nach Frankfurt am Main und Wiesbaden und ist laut Bahn inzwischen äußert wartungsanfällig. Der Fahrgastverband Pro Bahn hält dagegen: Mit der Ausmusterung von Zügen sei keine Verkehrswende zu machen.
