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Beschluss: Gerhart-Hauptmann-Theater bleibt dauerhaft erhalten, aber...

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Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau bleibt dauerhaft an seinen beiden Standorten Görlitz und Zittau mit den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert erhalten. Der Kreistag des Landkreises Görlitz hat am Abend in einer Sondersitzung mehrheitlich einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zur Zukunft des Vier-Sparten-Hauses gefasst.

Die Entscheidung ist allerdings mit einem strikten Sparkurs für das Theater verbunden. Um den finanziell stark belasteten Landkreis abzusichern, wird dessen jährlicher Betriebszuschuss ab dem Haushaltsjahr 2029 auf viereinhalb Millionen Euro gedeckelt; ab 2030 soll dieser Betrag jährlich um drei Prozent steigen. Eventuelle Defizite in den kommenden beiden Jahren müssen die Gesellschafter über Darlehen abfangen.

Um innerhalb dieses Finanzrahmens wirtschaften zu können, muss die Theaterleitung ihre Einnahmen spürbar steigern und eine Eigenwirtschaftsquote von 15 Prozent erreichen. Zudem sind strukturelle Einschnitte vorgesehen: Geprüft werden die Einführung eines Haustarifvertrags, der Abbau von Stellen im Musiktheaterensemble sowie eine Verkleinerung des Orchesters. Auch der Zusammenschluss zu einem gemeinsamen Kulturraumorchester steht im Raum.

Die beschlossenen Vorgaben sollen nun weiter zu konkretisieret, belastbare Maßnahmen- und Finanzierungspläne entwickelt und die notwendigen Abstimmungen mit den Mitgesellschaftern und weiteren Partnern getroffen werden.

Landrat Stephan Meyer sprach nach der Sitzung von Erleichterung und einem klaren Bekenntnis zur regionalen Kulturszene, betonte aber zugleich, dass die Strukturen nun konsequent wirtschaftlich tragfähig weiterentwickelt werden müssen. „Heute wurde nicht über das Ob, sondern über das Wie der Zukunft unseres Theaters entschieden. Der Kreistag hat mit seinem Beschluss ein klares Bekenntnis zum Gerhart-Hauptmann-Theater, zu seinen vier Sparten an den Standorten in Görlitz und Zittau und zu seiner Bedeutung für die gesamte Region abgegeben. Jetzt kommt es darauf an, Verantwortung zu übernehmen, Strukturen konsequent weiterzuentwickeln und gemeinsam dafür zu sorgen, dass unser Theater auch künftig leistungsfähig bleibt.“

Zahlreiche Bürger hatten die Debatte vor Ort auf den Besuchertribünen sowie im Livestream verfolgt.