- Eine Pflanze zerstörte die Scheibe eines Funkstreifenwagens.
Blumentopf für Lärmbeschwerde
Ein Polizeieinsatz wegen einer Ruhestörung in Leipzig-Liebertwolkwitz hat in der Nacht zu Samstag ein unerwartetes Ende genommen.
Nach Angaben der Polizei waren die Beamten gegen 2 Uhr zu einem Mehrfamilienhaus gerufen worden. In einer Wohnung wurde offenbar gefeiert und die Anwohner hatten sich über den Lärm beschwert. Die Einsatzkräfte forderten die Bewohner auf, die Musik leiser zu stellen.
Als die Polizisten das Haus wieder verließen und zu ihrem Streifenwagen gingen, fiel plötzlich ein Blumentopf samt Pflanze auf das Fahrzeug. Dabei wurde eine Scheibe des Autos zerstört.
Die Polizei konnte im Anschluss einen mutmaßlichen 26-jährigen Tatverdächtigen ermitteln.
UPDATE:
Die Polizei hat weitere Details zu dem Vorfall bekanntgegeben. Demnach waren die Beamten in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich zweimal wegen einer lauten Party in einem Mehrfamilienhaus in der Brunnenstraße im Einsatz. Zunächst sprachen sie den feiernden Gästen gegen 23:25 Uhr einen Platzverweis aus. Nachdem wenig später erneut Ruhestörungen gemeldet wurden, kehrten die Einsatzkräfte zurück.
Beim zweiten Einsatz soll der 26-jährige Mieter einen Blumentopf auf einen Streifenwagen geworfen und dabei die Frontscheibe beschädigt haben. Verletzt wurde niemand. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Mann fast zwei Promille. Er wurde in Gewahrsam genommen.
Außerdem trafen die Beamten in der Wohnung einen 41-jährigen Mann an, gegen den bereits ein Haftbefehl in einer anderen Sache vorlag. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
