- Ministerpräsident Michael Kretschmer, Werksleiterin Petra Peterhänsel und Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr haben sich auf dem Rohr verewigt.
- Das gesamte Team und die Beteiligten haben sich heute über den Spatenstich gefreut.
- Bisher wird in den bivalenten Brennern Erdgas und Wasserstoff verbrannt.
- Auch einige Lkws in der Logistik sollen mit Wasserstoff fahren.
BMW-Werk Leipzig: Baustart für weltweit erste Wasserstoff-Pipline in Autofabrik
Lange wurde geplant, jetzt geht es los: Das BMW-Werk in Leipzig bekommt als weltweit erstes Automobilwerk einen direkten Anschluss an eine Wasserstoff-Pipeline. Heute ist der offizielle Baustart für die rund zwei Kilometer lange Leitung. Sie soll das Werk ab dem ersten Halbjahr 2028 direkt mit dem deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetz verbinden.
„Es ist immer toll, Vorreiter zu sein. Und ein Pionierwerk zu sein, ist natürlich etwas ganz Besonderes.“
Werksleiterin Petra Peterhänsel freut sich über den Pionierstatus!
Für den Wasserstoff-Anschluss kann dabei bereits vorhandene Infrastruktur genutzt werden. Bestehende Gasleitungen werden für den Transport von Wasserstoff umgerüstet beziehungsweise wasserstofftauglich genutzt. Damit muss nicht überall eine komplett neue Leitungsinfrastruktur aufgebaut werden. Leipzig verfügt dadurch bereits über wichtige Voraussetzungen für den Anschluss an das entstehende Wasserstoffnetz.
Bisher wird der Wasserstoff per Lkw zum BMW-Werk gebracht. Künftig soll er direkt über die neue Pipeline kommen. Bereits heute setzt BMW Wasserstoff in der Transportlogistik auf dem Werksgelände ein – unter anderem für mehr als 230 Gabelstapler und Routenzugschlepper.
Mit dem neuen Anschluss soll Wasserstoff künftig häufiger für die bivalenten Brenner in der Lackiererei (dort kann sowohl Erdgas als auch Wasserstoff verbrannt werden, bisher ist eine komplette Nutzung mit Wasserstoff durch die fehlende Leiung nicht möglich) eingesetzt werden und dort Erdgas ersetzen. BMW will dadurch fossile Energieträger einsparen und die CO₂-Emissionen am Standort weiter senken.
Nach Angaben von BMW ist Leipzig damit weltweit das erste Automobilwerk mit einem direkten Wasserstoff-Pipelineanschluss.



