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Neue Carolabrücke: Das ist der Favorit der Experten

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Das Expertengremium zum Neubau der Dresdner Carolabrücke hat sich in seinen Beratungen auf einen Favoriten unter den vier Entwürfen geeinigt. Es ist das Modell der Planergemeinschaft Leonhardt, Andrä und Partner aus Dresden und Knight Architects. 

 

Die gut gestaltete, schlanke sowie transparente Brückenkonstruktion füge sich angenehm zurückhaltend in die historische Dresdner Altstadt ein, hieß es zur Begründung im Bauausschuss, wo das Ranking am Mittwoch vorgestellt wurde. Zudem seien alle Nutzungsarten und -anforderungen sowohl auf als auch unter der Brücke und im Bereich der Widerlager sorgfältig erarbeitet und gelöst worden. Die gitterförmige Gestaltung der angedeuteten Brückenbögen erziele eine eigenständige Identität als „neue Dresdner Carolabrücke“ und schreibe so die Entwicklungsgeschichte beider Vorgängerbauten auf gelungene Weise fort.

Den Experten zufolge erfüllen alle vier Entwürfe die Anforderungen und sind auch realisierbar. Dennoch konnte das Gremium bei der Begutachtung klar einen besten, zweit-, dritt- und viertbesten Brückenentwurf ausmachen. 

Das Expertengremium empfiehlt folgendes Ranking

  1. Platz: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects
  2. Platz: ARGE FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft
  3. Platz: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS
  4. Platz: Ingenieurbüro GRASSL GmbH und gmp Architekten

Bei der Bewertung berücksichtigte das Expertengremium unter anderem die Kriterien Städtebau, Architektur, Denkmalschutz, Verkehr, Tragwerksplanung, Bauzeit, Kosten, Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit.

Danach wurden die Entwürfe bewertet

Das von Professor Steffen Marx (TU Dresden) geleitete Gremium aus Experten im Bereich Architektur und Bauingenieurwesen verschiedener Universitäten und weiterer Institutionen bewertete die Entwürfe hinsichtlich der Machbarkeit und eventueller Risiken. Grundlage war eine umfassende Vorprüfung durch ein externes Ingenieurbüro, die Fachämter der Landeshauptstadt Dresden sowie die Partner der Auftraggebergemeinschaft - die Dresdner Verkehrsbetriebe AG und die SachsenEnergie AG. Die Einschätzung dient als fachliche Empfehlung und Entscheidungshilfe. Am 3. September soll der Stadtrat entscheiden, welcher Entwurf umgesetzt wird.

„Die von der Stadt gewählte Mehrfachbeauftragung hat sich als ein gelungener Weg erwiesen und wird Vorbildwirkung haben", erklärte Steffen Marx. "Sie ermöglicht eine frühe und umfangreiche Bürgerbeteiligung. Die eingereichten Arbeiten haben eine hohe Qualität. Es liegen vier sehr gute und dennoch deutlich unterschiedliche Entwürfe vor. Im Expertengremium haben wir uns die eingereichten Unterlagen der Entwürfe intensiv angesehen und uns für unsere Empfehlung einstimmig auf eine klare Reihenfolge verständigt. Wir hoffen, dass wir damit dem weiteren Entscheidungsprozess eine fundierte Orientierung bieten können.“

Visualisierungen und Modelle der vier Entwürfe der Brücke

Zu jedem Entwurf wurden drei Visualisierungen eingereicht. Sie zeigen unterschiedliche Perspektiven und Gestaltungsansätze. Bereits diese ersten Ansichten machen deutlich, wie unterschiedlich die Konzepte für die neue Carolabrücke ausfallen.

Die Modelle werden ab dem 13. Juni bei einer Ausstellung im Stadtforum gezeigt. Zu sehen sind Visualisierungen und Modelle der vier Entwürfe der Brücke. Die Ausstellung ist bis einschließlich 17. Juli 2026 immer von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr zu sehen.