- Beide Fanlager sind mit einer sogenannten Choreo gestartet. Die Probsthaidaer natürlich mit gelber Pyro.
- Die Leutzscher hatten Banner in den Vereinsfarben grün und weiß bereit.
Umkämpftes Stadtderby im Plache-Stadion
Nieselregen liegt über dem Bruno-Plache-Stadion, Rauchschwaden ziehen durch die Luft – und mittendrin kocht Leipzigs Fußballseele. 9.711 Fans sind zum Stadtderby zwischen Lok Leipzig und Chemie Leipzig nach Probstheida gekommen. Die Kulisse stimmt, die Spannung auch. Für beide Teams geht es um mehr als nur drei Punkte: um Prestige, Tradition und die Vorherrschaft in der Stadt.
Lok, aktuell auf Platz zehn, will endlich den ersten Heimsieg der Saison. Chemie, Tabellenfünfzehnter, möchte nach der 1:3-Heimpleite gegen Schlusslicht Luckenwalde Wiedergutmachung betreiben und den zweiten Derbysieg in Folge feiern.
Auf dem Platz übernimmt Lok zunächst die Kontrolle, hat mehr Ballbesitz und die besseren Spielanteile. Doch die Chemiker verteidigen leidenschaftlich – und schlagen eiskalt zu. In der 22. Minute bringt Reincke die Gäste in Führung. Knapp 17 Minuten später legt Jakobi nach: 2:0 für Chemie! Der Jubel fällt allerdings etwas zu ausgelassen aus. Kapitän Philipp Wendt sieht Gelb, nachdem er in Richtung der Lok-Fans gejubelt hat.
Lok versucht zu antworten. Ein Treffer in der 40. Minute zählt wegen Abseits nicht. Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelingt Arcalean der wichtige Anschlusstreffer. Mit dem 1:2 geht es in die Kabinen.
Nach der Pause drückt Lok weiter, aber Chemies Defensive hält dagegen. Auch Torhüter Bergmann zeigt eine starke Leistung und bringt die Gastgeber immer wieder zur Verzweiflung. Lange sieht es so aus, als könnten die Grün-Weißen den Vorsprung über die Zeit retten.
Doch fünf Minuten vor dem Ende schlägt Lok noch einmal zu: Bornschein trifft in der 85. Minute zum 2:2-Ausgleich. Das Bruno-Plache-Stadion bebt – und plötzlich ist für beide Mannschaften noch alles drin.
Am Ende bleibt es beim Unentschieden. Chemie verspielt eine Zwei-Tore-Führung, Lok verpasst trotz großer Spielanteile den ersehnten Heimsieg. Das Stadtderby liefert Spannung bis zum Schluss, aber keinen Sieger. Für Lok heißt es damit weiter warten auf den ersten Heimerfolg der Saison.

