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Desaster für Dresden: Reaktionen auf Absage der Dixieland-Parade

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Die Absage der Dixieland-Parade ist für Dresden ein Desaster - das sagen Kulturschaffende und Stadträte gleichermaßen und kritisieren das Agieren der Verwaltung. 

Dass man die Organisatoren monatelang im Ungewissen lässt, zeuge von fehlendem Verantwortungsbewusstsein, wettert die CDU. „Keine Demonstration in dieser Stadt werde so mit Sicherheitsauflagen versehen wie Veranstaltungen und Paraden“ erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Mario Schmidt.

Auch die SPD fordert mehr Planungssicherheit und eine bessere Kommunikation. Das habe man schon mehrmals angemahnt, sagt der Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas. „Die Stadt muss frühzeitig mit Veranstaltern kommunizieren. Bei allem Verständnis für Sicherheitsbelange müssen sich Veranstalter auf frühzeitige Auflagen und Vereinbarungen verlassen können. Dresden profitiert vom vielfältigen Veranstaltungskalender. Zahlreiche Haupt- und ehrenamtliche Veranstalter sorgen dafür, dass bei uns etwas los ist und die Stadt spannend und attraktiv bleibt.“

Tourismusverband fordert bessere Kommunikation 

Nach der Absage der Dixieland-Parade bangen Hotels und Gastronomen in Dresden um ihre Gäste. Noch ist völlig offen, wie sich die Entscheidung auf die Buchungen und Besucherzahlen auswirkt. Gerade bei traditionsreichen Veranstaltungen wie dem Dixieland-Festival planen zahlreiche Besucher ihre Reisen langfristig, buchen Hotels, Restaurants und Kulturangebote bereits Monate im Voraus und verbinden ihren Aufenthalt gezielt mit der Parade als emotionalem Höhepunkt des Festivals.

Der Tourismusverband zeigt sich zuversichtlich, kritisiert gleichzeitig aber auch das Agieren der Stadt, die der Parade mit ihren extrem hohen Sicherheitsauflagen das Aus bescherte. Kurzfristige Absagen dieser Größenordnung seien schlecht für die Wahrnehmung Dresdens als verlässlicher Veranstaltungsort, warnt der Tourismusverband. „Die Parade ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Publikumsmagnet und ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt für Dresden mit großer Strahlkraft weit über die Region hinaus“, so Sebastian Klink, Vorsitzender des TVDD.

„Diese Absage kurz vor dem Event ist ein bedauerliches Signal an Gäste, Partner und Kulturschaffende gleichermaßen. Gerade die Dixielandparade steht wie kaum ein anderes Format für die weltoffene, lebendige und gastfreundliche Atmosphäre Dresdens. Viele Besucherinnen und Besucher reisen gezielt wegen dieses besonderen Höhepunktes in die Stadt“, ergänzt Martin Raich, Stellvertretender Vorsitzender des TVDD.

Der Verband wünscht sich deshalb, frühzeitigere Entscheidungen und schnellere Bearbeitung vergleichbarer Verfahren. Ziel müsse es sein, traditionsreiche Veranstaltungen mit hoher touristischer Bedeutung langfristig planbar und verlässlich abzusichern.