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DFB verhängt Sperre für K-Block

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Das DFB-Sportgericht hat Dynamo Dresden nach den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April zu einer Geldstrafe sowie einem teilweisen Zuschauerausschluss verurteilt. Die Sportgemeinschaft wird gegen das Urteil Einspruch einlegen.

Die Geldstrafe beträgt 91.200 Euro, wovon bis zu 30.400 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwendet werden dürfen. Zudem muss ein Heimspiel unter Schließung des K-Blocks ausgetragen werden. Für ein weiteres Heimspiel wurde die Vollstreckung zur Bewährung bis Sommer 2027 ausgesetzt.

Die Sportgemeinschaft legt dagegen Einspruch ein, wie der Verein am Nachmittag mitteilte. Geschäftsführer Stephan Zimmermann begründet: „Da das aktuelle Urteil ausschließlich auf Grundlage einer Einzelrichterentscheidung im schriftlichen Verfahren beruht, werden wir Einspruch einlegen, um vor dem Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung Gehör zu finden. Gerade mit Blick auf einen Teilausschluss der Zuschauer als Kollektivstrafe sehen wir das dringende Bedürfnis, unsere Argumentationen und Präventivmaßnahmen persönlich zu präsentieren.“

Auch Hertha BSC wurde wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe von 152.000 Euro belegt. Beide Vereine müssen zudem ein gemeinsames Sicherheitskonzept erstellen. Bei den nächsten beiden direkten Vergleichen darf nur die Hälfte des zulässigen Kartenkontingents für den Gastbereich vergeben werden. Die Gästetickets müssen zwingend personalisiert werden.

Am 4. April waren Berliner Anhänger in der 19. Minute in den Innenraum gestürmt und hatten Pyrotechnik in einen Dresdner Block geworfen. Mindestens 60 Dresdner Anhänger überstiegen daraufhin die Begrenzung und rannten über das Spielfeld. Beide Seiten warfen gezielt pyrotechnische Gegenstände und schossen Feuerwerksraketen aufeinander. Mehrere Personen wurden dabei verletzt.