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  • So sieht das Hinweisschild zum Radfernweg Dresden - Berlin aus
  • Tourismus-Ministerin Barbara Klepsch brachte eines der Schilder selbst an
  • Sachsens ADFC-Chef Janek Müksch arbeitete den Radweg mit aus

Radfernweg Dresden - Berlin jetzt ausgeschildert

Neben einer direkten Zugverbindung und der Autobahn A4 bzw. A13 ist Dresden nun auch offiziell über einen Radweg mit Berlin  verbunden. Die 251 Kilometer lange Strecke ist in der Stadt durch insgesamt 20 rot-gelbe Hinweisschilder gekennzeichnet und führt über den Heidebogen, in die Lausitz, weiter durch den Spreewald, nach Königs Wusterhausen und dann schließlich über den Mauer-Radweg mitten ins Berliner Zentrum. 

Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch ließ es sich nicht nehmen, eines der Schilder heute selbst am Neustädter Markt anzubringen. Weitere Schilder folgen dieses Jahr im Landkreis Meißen sowie in Brandenburg. 

Ruhige Strecke abseits großer Straßen

„Der Radweg Berlin-Dresden ist touristisch total attraktiv und für Familien gut geeignet“, sagte der Vorsitzende des ADFC Sachsen, Janek Mücksch, unserem Sender. Er führe über ruhige Wege, meistens abseits von Straßen oder auf ruhigen Nebenstraßen bzw. schon vorhandenen Radwegen. Wer sportlich unterwegs ist, schaffe die Strecke in zwei Tagen. Familien empfiehlt Mücksch, eine Woche für die Radtour einzuplanen. Übernachtungen sind an zahlreichen fahrradfreundlichen Unterkünften entlang der Strecke möglich.

Route lange im Entstehen

Die Initiative für die Radroute kam 2012 vom ADFC Dresden. Mitglieder entwickelten sie ehrenamtlich. Zum Großteil führt sie auf bestehenden Routen wie dem Dahme- oder Spree-Radweg entlang. Infomaterial bietet der ADFC. Wer nur einen Teil der Strecke mit dem Rad zurücklegen möchte, kann unterwegs an vielen Bahnhöfen in den Zug umsteigen.

Inzwischen ist das Projekt Teil der strategischen Radverkehrsplanung in Sachsen. „Wir wollen den Radtourismus im Freistaat Sachsen weiter ausbauen und auch diesen Radweg Dresden - Berlin  besser sichtbar machen und bewerben“, sagte Ministerin Klepsch. Zwar sind auch neu gebaute Strecken, wie die „Borderless Trails“ bei Sebnitz im Entstehen, aber das sei langwierig. Daher biete es sich an, schon existierende Strecken  - wie eben zwischen Dresden und Berlin - miteinander zu verbinden. Laut Landestourismusverband erwirtschaftet Sachsen mit Radtourismus jährlich mehr als 560 Millionen Euro Umsatz. 

Audio:

Sachsens ADFC-Chef Müksch erklärt die Route
Tourismus-Ministerin Klepsch wirbt für Radtourismus