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Dresden plant Kahlschlag bei den Verkehrsbetrieben

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Weil massiv Geld gespart werden muss, drohen bei den Dresdner Verkehrsbetrieben weitere Einschnitte. Medienberichten zufolge gibt es jetzt konkrete Pläne, wo die Stadt den Rotstift ansetzen will. 

So soll die Straßenbahnlinie 8 soll nicht mehr zwischen Hellerau und Südvorstadt fahren, sondern nur noch von Hellerau bis zum Postplatz. Die 10 soll in der Hauptverkehrszeit nur noch im 20-Minuten-Takt fahren und bei den Bussen will man auf den Linien 61 und 62 kürzen. Auch die Linie 63 zwischen Löbtau und Pillnitz soll seltener fahren.

Der Verlust von zehn Prozent des Dresdner ÖPNV-Angebots und täglich 30.000 Fahrgästen steht im Raum. Damit verbunden ist auch der Wegfall von 100 Arbeitsplätzen. Rund acht Millionen Euro sollen so eingespart werden. 

Ob das so kommt, muss der Stadtrat entscheiden. Dort gibt es bereits erheblichen Widerstand gegen die Pläne. 

Stadträte lehnen Kahlschlag ab 

„Die SPD wird diesen Kürzungswahnsinn ablehnen“, erklärt Stadtrat Stefan Engel. „Dresden hat seit dem Zusammensturz der Carolabrücke eine angespannte Verkehrssituation und braucht einen leistungsfähigen ÖPNV dringender denn je. Streichungen in Zeiten von Rekordfahrgastzahlen sind doch vollkommen absurd. Man muss sich die Folgen vor Augen führen: Während die Chipindustrie wächst, kürzen wir bei der Buslinie 81 zu Globalfoundries. Während am Elbepark hunderte neue Wohnungen entstehen, soll die Linie 13 weggestrichen werden. Das Uniklinikum ist frequentierter denn ja, aber von der Augsburger Straße soll es nur noch alle 20 Minuten in die Innenstadt gehen. Das ist eine Verkehrspolitik aus der Mottenkiste“, so Engel.

Auch die Grünen wenden sich gegen die Kürzungspläne. „Sollten sich die Berichte über die Kürzungsorgie bei den DVB bewahrheiten, hat Oberbürgermeister Hilbert damit die Kettensäge auf den Verhandlungstisch zum kommenden Doppelhaushalt gelegt. Auf dieser Grundlage scheint er allenfalls noch mit Team Zastrow und den Rechtsradikalen zu rechnen, denn wer nur halbwegs bei Sinnen ist, kann diesen Vorschlägen niemals zustimmen“, erklärt Susanne Krause, Aufsichtsrätin der DVB und Mitglied im Bauausschuss.

Widerstand gibt es auch bei den Linken. Fraktionsvorsitzender André Schollbach erklärt: „Wir können stolz darauf sein, dass wir einen verlässlichen und gut funktionierenden Nahverkehr in Dresden haben. Wozu Einschnitte und sogenannte Optimierungen führen, kann man seit mehreren Jahren bei der Deutschen Bahn erleben. Wir wollen keine neoliberalen Experimente an unseren Verkehrsbetrieben.“