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  • Dresden muss den Gürtel enger schnallen. Wie OB Hilbert im Stadtforum bekannt gab, fehlen der Stadt 144 Millionen Euro.

Millionenloch im Dresdner Haushalt wird immer größer

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Der Dresdner Haushalt gerät zunehmend in Schieflage: Wie am Montagnachmittag bekannt wurde, fehlen in der Stadtkasse weitere 144 Millionen Euro. Grund sind die explodierenden Personalkosten sowie immens höhere Ausgaben bei der Jugend- und Sozialhilfe. 

Die Lage sei so dramatisch wie noch nie, erklärte OB Dirk Hilbert. Um das Loch einigermaßen zu stopfen, wird ein Nachtragshaushalt notwendig. Gespart werden soll bei Sachinvestitionen der Fachämter  – etwa bei Brunnenanlagen oder der öffentlichen Bepflanzung. 

Außerdem werden Investitionen in Projekte in die Folgejahre verschoben. Bereits begonnen Projekte werden aber beendet, so der OB. Durch diese Umschichtungen soll das Defizit im Haushalt zumindest etwas verringert werden - es wird aber dennoch im dreistelligen Bereich bleiben, so Hilbert.

„Auch wenn die Stadtverwaltung 2026 noch einmal einen signifikanten Millionenbetrag einsparen und die Auszahlungszeitpunkte bei den Investitionen optimieren kann, stehen tiefrote Zahlen unter dem Strich“, erklärt der OB.„ Gegen die auch vom Deutschen Städtetag seit Monaten beklagte strukturelle Schieflage in der kommunalen Finanzierung kommen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln nicht an.“

Die Vorlage wird ab Dienstag, 31. März 2026, in den Ausschüssen beraten und soll am 29. April 2026 im Stadtrat beschlossen werden. 

Durch die Stadtreinigung soll zusätzliches Geld gespart werden

Hilbert gab am Montag außerdem bekannt, dass die Stadtreinigung nicht privatisiert wird. Das hatte der OB aus Kostengründen in Erwägung gezogen. 

Stattdessen soll Dresden dem Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal beitreten. Das könnte der Landeshauptstadt bis zu 35 Millionen Euro bringen und die Gebühren für die Verbraucher stabil halten.