- Dr. Axel Cunow, Finanzvorstand SachsenEnergie, Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer Stadtentwässerung Dresden.
Dresden will mit Wärme aus Abwasser heizen
In Dresden soll künftig aus Abwasser Wärme erzeugt werden. Sachsen Energie will dazu gemeinsam mit der Stadtentwässerung in Kaditz eine riesige Wärmepumpe errichten. .
35 Millionen Euro sollen in das Projekt investiert werden. Der Vertrag dazu ist unterzeichnet, nun beginnen die konkreten Plaungen.
„Mit der Wärme sollen ab 2033 die Dresdner Haushalte versorgt werden“, erklärt Ralf Strothteicher, der Technische Geschäftsführer der Stadtentwässerung. „Wir alle erzeugen täglich Abwasser, welches Wärme enthält. Endlich besteht die technische Möglichkeit, auch die Wärme aus dieser heimischen und ständig verfügbaren Quelle zum Heizen zu nutzen“, ergänzt Axel Cunow, Finanzvorstand der SachsenEnergie.
Die geplante Anlage könnte rechnerisch Wärme in Höhe von rund 5,7 Prozent des heutigen Dresdner Fernwärmebedarfs bereitstellen. Mit der Abwasser-Wärmepumpe können nach den derzeitigen Berechnungen gegenüber der erdgasbasierten Wärmeerzeugung 12.480 Tonnen CO2-Emissionen im Jahr vermieden werden.
Weitere Planungsschritte bis 2033
Nach der aktuellen Planung könnte die Anlage Anfang 2033 in Betrieb gehen. Vorher müssen alle notwendigen Genehmigungen vorliegen und das Wärmenetz in Kaditz muss mit dem zentralen Dresdner Fernwärmenetz verbunden werden.
Neben der technischen Umsetzung muss auch sichergestellt werden, dass das 35 Millionen-Euro-Projekt wirtschaftlich ist. SachsenEnergie strebt eine Förderung von 40 Prozent aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze an.
