Edeka-Räuber von Bautzen zieht wieder ein
Der Edeka-Räuber von Bautzen sitzt hinter Schloss und Riegel. Für den Überfall auf den Supermarkt wurde der 34-Jährige am Freitagnachmittag vom Landgericht in Bautzen zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt, wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung.
Grundlage für das Urteil ist eine Verständigung. Der Angeklagte legte ein umfassendes Geständnis ab. Im Gegenzug hatte das Gericht ein geringeres Strafmaß in Aussicht gestellt. Der Bautzener stürmte im März maskiert in den Einkaufsmarkt am Kornmarkt, bedrohte die Kassiererin mit einer Machete und forderte Bargeld gefordert. Allerdings verstand ihn niemand, weil er offenbar nuschelte.
„Ich hatte kein Geld mehr. Wollte niemanden verletzten.“, erklärte der Angeklagte zu Prozessbeginn. Bereits seit Tagen vor der Tat habe der Mann mehrfach Drogen konsumiert. Mit dem Messer wollte er Angst machen, um schneller an das Bargeld zu gelangen und weitere Drogen beschaffen zu können. Mit der Waffe schlug er während des Überfalls mehrfach auf den Kassentresen und traf dabei auch den Arm der Frau.
Ein Kunde, der zufällig hinzukam, stieß den Angeklagten beiseite und zog ihm die Maske vom Kopf. Daraufhin schlug der mehrfach Vorbestrafte auf den Mann ein. Anschließend ergriff er die Flucht. Das Schwert ließ der Täter zurück. Dabei wurde er von einer Überwachungskamera gefilmt. Wenig später stellten ihn Polizisten im Stadtgebiet als er Wände beschmierte und gegen Türen getreten hatte. Nur wenige Tage vor der Tat war der Angeklagte aus der Haft entlassen worden.