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Elberadweg: Dresden legt Ausbaupläne auf Eis

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Seit vielen Jahren war geplant, den Elberadweg in Dresden zwischen Johannstadt und Blauem Wunder auszubauen. Doch jetzt wurde das Verfahren überraschend eingestellt. Darüber hat Baubürgermeister Kühn den Stadtrat informiert. 

Die Planungen würden nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, so die Begründung. Eigentlich sollte auf dem Abschnitt ein Parallelweg gebaut werden, um die Situation für Radfahrer und Spaziergänger zu entschärfen. Nun soll das Verfahren bei Null beginnen. 

Heftige Kritik am Baubürgermeister  

An Kühns Entscheidung gibt es heftige Kritik. Die Stadträte vom Team Zastrow sprachen von einem Skandal. Der ADFC reagiert frustriert und hat nächsten Mittwoch zur einer Protestaktion aufgerufen. 

Im Rahmen der Versammlung werden die Teilnehmer den Elberadweg unter der Waldschlösschenbrücke in einer 15-ründigen Staffelfahrt befahren. Jede Runde steht symbolisch für ein verlorenes Jahr bei der Planung einer Entlastung des Elberadwegs.

ADFC versteht die Welt nicht mehr 

„Vor 15 Jahren wurde im Stadtrat eine Erweiterung des Elberadwegs zwischen Albertbrücke und Blauem Wunder beschlossen. Beim Bau der Waldschlösschenbrücke hat die Stadtverwaltung Fehler gemacht, und der Rechtsstreit zur Umweltverträglichkeit wurde erst im Dezember vergangenen Jahres abgeschlossen“, sagt Nils Larsen, Vorstandsmitglied des ADFC Dresden. 

„Die Stadtverwaltung hat nie nachvollziehbar erläutert, warum der Abschluss des Verfahrens mit Untätigkeit abgewartet wurde. Die Zeit wurde offenbar nicht genutzt, um die bisherigen Pläne auf den Stand der Technik zu bringen, denn dann könnte in diesen Tagen schon gebaut werden. Wir fordern Herrn Hilbert, Herrn Kühn und Frau Jähnigen auf, den Stillstand endlich zu beenden und eine genehmigungsfähige Planung zügig zu erarbeiten und umzusetzen“, so Larsen weiter.