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Entscheidung zu Kita-Schließungen in Görlitz vertagt

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Es gibt noch keine Entscheidung zu den umstrittenen Kita-Schließungen in Görlitz. Oberbürgermeister Octavian Ursu zog die Vorlage am Abend zurück – mit der Begründung, dass es noch viel Gesprächsbedarf gebe.  Damit reagierte der OB auf die voangegangene Diskussion im Stadtrat.

Die Stadt hatte angesichts der inzwischen über 700 freien Plätze in den Kitas und Krippen die Schließung von sechs Einrichtungen vorgeschlagen. Stadträte sprachen sich dafür und dagegen aus. Kritisiert wurde, dass der Auswahl nur Zahlen und der bauliche Zustand zugrunde gelegt wurden, nicht aber die Betreuungsqualität. Die Linke forderte Änderungen.  Sie kritisierte die „statistische Abarbeitung“.  Einige Stadträte fühlten sich nicht in der Lage, sachgemäß zu entscheiden. 

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, insgesamt 550 Plätze bis 2029 zu streichen. Sie verwies dabei auf den anhaltenden Geburtenrückgang. Die Zahlen von 2017 um rund 200 auf 316 im Jahr 2024 gesunken.  Die durchschnittliche Auslastung der Kitas und Krippen in Görlitz liegt inzwischen bei 84 Prozent, wobei nur rund zwei Drittel der Krippenplätze besetzt sind.

Der OB warnte, dass die Kosten für die Eltern weiter steigen, wenn nicht gehandelt und alles so belassen wird. „Wir brauchen eine Lösung“, appellierte er an den Stadtrat. Das Thema soll in der nächsten Sitzung im November wieder aufgerufen werden. Dann will Ursu eine Entscheidung.