- Oberbürgermeister Octavian Ursu (li.) informierte sich vor Ort über die Lage. In der Mitte Ordnungsamtsleiter Uwe Restetzki und rechts Bürgermeister Benedikt Hummel
Explosion in Görlitz - Wohnhaus eingestürzt - zwei Vermisste da - Suche dauert an - Gasleck offen
In der Görlitzer Innenstadt hat es gestern am späten Nachmittag eine Gasexplosion gegeben. Ein bewohntes Haus an der Moltkestraße stürzte ein. Umliegende Gebäude wurden evakuiert. Von insgesamt fünf vermissten Menschen konnten am späten Abend zwei angetroffen werden. „Sie sind wohlauf und befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus“, so die Polizei. Sie wollten in eine der Ferienwohnungen in dem eintstürzten Haus einchecken.
Die Suche nach weiteren Personen im Trümmerberg dauert an. „Es ist weiterhin sehr schwer voranzukommen, da das Gasleck noch immer nicht behoben ist. Deshalb müssen die Einsatzkräfte sehr vorsichtig sein“, sagte uns Polizeisprecherin Anja Leuschner. Suchhunde stehen bereit. Das Technische Hilfswerk ist vor Ort. Die Kräfte sollten zunächst Sensoren an den Mauerresten anbringen. Bei der kleinsten Bewegung geben sie Alarm.
Ein Statiker wird die benachbarten Wohnhäuser untersuchen und das Haus gegenüber dem eingestürzten Gebäude. Wann und ob die Bewohner wieder zurück in ihre Häuser dürfen, hängt von seiner Einschätzung ab. Die Görlitzer Verkehrsbetriebe GVB hatten am Abend einen Bus für sie bereitgestellt, in dem sie sich aufhalten können. V
Bei dem eingestürzten Gebäude handelt es sich laut Polizei um ein Mehrfamilienhaus mit Miet- und Ferienwohnungen. Oberbürgermeister Octavian Ursu machte sich inzwischen ein Bild vor Ort. Er sprach von einem offenbar tragischen Unfall. „Es sieht nach einer Gasexplosion aus“, sagte er uns. „Wir sind sehr betroffen.“
Bewohner berichteten von einem lauten Knall. Ein Nachbar sagte uns: „Ich war im hinteren Zimmer. Die Wand kam fünf Zentimeter auf mich zu. Ich dachte, dass auch unser Haus einfällt. Es hat so einen Hieb gegeben.“






