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Fernbusterminal am Dresdner Hauptbahnhof: Bau kommt in Fahrt

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Nach sechs Jahren Stillstand soll es auf der Baufläche für das Fernbusterminal am Dresdner Hauptbahnhof endlich losgehen. Im Frühjahr 2027 rollen die Bagger an. Das kündigte der Unternehmer Peter Simmel an. Der Betreiber des geichnamigen Marktes nebenan nimmt das Projekt selbst in die Hand, nachdem der vorherige Investor das Handtuch geworfen hatte. Insgesamt will Peter Simmel 100 Millionen Euro investieren.

Dann rechnet Peter Simmel mit einer spürbaren Belebung des Wiener Platzes, wo sein Unternehmen bereits zwischen 2019 und 2022 insgesamt 65 Millionen Euro in einen Gebäudekomplex investiert hat, in dem sich unter anderem ein großer SIMMEL Lebensmittelmarkt und das MEININGER Hotel befinden. Die Standortanalyse für den SIMMEL Markt im Vorfeld datiert aus dem Jahr 2017. Sie benannte das geplante Fernbusterminal, das bis spätestens 2024 fertiggestellt sein sollte, als wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des SIMMEL Marktes am Wiener Platz.

„Von unserem Markt aus konnten wir über Jahre beobachten, dass auf dem Grundstück nichts passierte“, erklärt Peter Simmel. „Als ich 2025 bei der Stadt nachfragte und erfuhr, dass der bisherige Investor das Vorhaben veräußern will, habe ich die Initiative ergriffen. Mir liegt der Wiener Platz und seine Belebung sehr am Herzen. Daher nehmen wir die Dinge jetzt in die Hand und engagieren uns als Investor und Bauherr.“

Das knapp 200 Meter lange Gebäude wird multifunktionell genutzt

Der geplante Gebäudekomplex an der Westseite des Wiener Platzes besteht aus vier miteinander verbundenen Baukörpern, die zwischen 20 und 30 Meter hoch sind und der mit einem knapp 46 Meter hohen Hochhaus direkt am Platz abschließt. Das gesamte Gebäude ist knapp 200 Meter lang.

Das überdachte Fernbusterminal wird mit zehn Bussteigen geplant und einer Kapazität von 440 Busbewegungen pro Tag. Zum Fernbusterminal gehören auch Ladenflächen für einen Flixbus-Shop, für Reisebedarf, Gastronomie und weitere Mieter.

In einem Fahrradparkhaus sind 800 Plätze inklusive 25 Flächen für Lastenräder vorgesehen. Der Zugang erfolgt über eine Rampe und wird an einen zweispurigen Fahrradweg angebunden, der direkt am Gebäude entlangführen und in den öffentlichen Radweg münden wird. Direkt am SIMMEL Terminal soll auch eine neue Straßenbahnhaltestelle entstehen.

Für das Fahrradparkhause plant die Landeshauptstadt Dresden einen Zuschuss in Höhe von 2,5 Millionen Euro, um ein wirtschaftliches Betreiben des Fahrradparkhauses überhaupt zu ermöglichen. Gleichzeitig ist der Zuschuss Teil vertraglicher Vereinbarungen, dass das Parkhaus mindestens 20 Jahre lang privat betrieben wird. Eine Stadtratsvorlage hat die Verwaltung dafür auf den Weg gebracht.

Variable Mietflächen mit flexiblem Grundriss 

Im Hochhaus stehen vom 2. bis zum 9. Obergeschoss jeweils Flächen zur Verfügung, die je nach Bedarf des Mieters flexibel gestaltet wird. Pro Etage ist beispielsweise Platz für 48 Einzelbüros bzw. bei offener Nutzung etwa 64 Arbeitsplätze.

In den drei angegliederten Baukörpern sind weitere Büroflächen geplant sowie Platz für 150 möblierte Appartements und ein Fitnesscenter. „Bisher sind 48 Prozent der Flächen vermietet“, erklärt Peter Simmel. „Das bedeutet, dass die Hälfte der Flächen noch frei ist und dass potentielle Mieter an der Grundrissplanung aktiv mitwirken können. Interessenten können sich gern bei mir persönlich melden unter peter@simmel.de.“

Reporterin Pauline Möckel im Gespräch mit Peter Simmel