- Zwei von etwa 50 Kameraden kämpfen am Boden gegen die Flammen.
- Waldbrand Meßbach in der Nacht
Waldbrand bei Plauen - Einsatz im „Schwarzen Holz“ dauert an
Der Waldbrand bei Plauen ist unter Kontrolle, hält die Einsatzkräfte aber weiter in Atem. Das Feuer war am Dienstagabend im Gebiet „Schwarzes Holz“ ausgebrochen und hatte sich auf eine Fläche von sieben Hektar ausgebreitet.
Weil das Gebiet mit Feuerwehrautos nicht befahrbar ist, müssen sich die Feuerwehrleute zu Fuß durch das unwegsame Gelände vorarbeiten. Das Wasser wird über lange Schlauchleitungen herangeschafft. Deshalb kommen zur Brandbekämpfung auch Hubschrauber zum Einsatz, die Wasser in der Talsperre Pirk aufnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen. Auch eine Drohnenstaffel ist im Einsatz. Wegen des Brandes sind Teile der nahegelegenen B 173 gesperrt.
Update 17:15 Uhr
Inzwischen ist Unterstützung aus anderen Landkreisen eingetroffen. Der Landkreis Bautzen hat z.B. 44 sogenannte Kreisregner zur Verfügung gestellt. Die über Feuerwehrschläuche mit Wasser versorgten Geräte werden genutzt, um abgelöschte Bereiche feucht zu halten und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Der Erzgebirgskreis unterstützt mit zusätzlichem Handwerkszeug zur Bodenbearbeitung, darunter Löschrucksäcke und Wiedehopfhacken.
Update 17:00 Uhr
Der Vogtlandkreis hat für das Waldgebiet „Schwarzes Holz“ bei Plauen ein sofortiges Betretungsverbot erlassen. Das Verbot gilt bis auf Widerruf und umfasst sämtliche Waldflächen, Wege und Rückegassen innerhalb des gekennzeichneten Gefahrenbereichs.
Update Donnerstag, 7:30 Uhr
Die Lage ist stabil. Die feuchtkalte Nacht hat den Einsatzkräften geholfen, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Da das Gelände steil ist und zudem in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt, gestaltet sich der Einsatz schwierig: Die Feuerwehr kämpft ohne Schaum – ausschließlich mit Wasser und viel Handarbeit – gegen Glutnester. Seit 9 Uhr unterstützen Hubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft; um die Mittagszeit wird eine weitere Maschine erwartet. Insgesamt sind rund 180 Einsatzkräfte vor Ort, um die Glutnester endgültig zu löschen.
Update 18:45 Uhr
Die Löscharbeiten gehen unermüdlich weiter. Mit einem Ende innerhalb der nächsten Stunden sei nicht zu rechnen, hieß es am Abend von der Einsatzleitung. Insgesamt seien 130 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Katastrophenschutz, Polizei und THW vor Ort. Man hoffe für die Nachtstunden auf abflauende Winde und sinkende Temperaturen, um das Abkühlen der Glutnester zu erleichtern.
Die Unterstützung aus der Luft wurde gegen 17:30 Uhr eingestellt. Am Donnerstag gegen 9:00 Uhr sollen die Löschhubschrauber wieder starten.
Oberbürgermeister Steffen Zenner: „Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern vor Ort – ob von den Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Katastrophenschutz oder der Polizei. Diese Sonderlage zeigt einmal mehr, wie wichtig das behördenübergreifende Zusammenspiel in solchen Situationen ist.“
Update 14:00 Uhr
Die Talsperre Pirk ist Teil des Einsatzgebietes der Löschhubschrauber. Dort nehmen sie Wasser auf. Die Einsatzkräfte bitten darum, den Bereich der Talsperre und insbesondere die Staumauer zu meiden. Im Waldbrandgebiet werden die Einsatzkräfte ausgetauscht und der Katastrophenschutz übernimmt als Ablöse.
Update 13:45 Uhr
Der Waldbrand hält die Einsatzkräfte auch am Nachmittag in Atem. Die Lage sei weiterhin anspruchsvoll, hieß es von der Einsatzleitung. Auffrischender Wind lasse immer wieder neue Glutnester aufflammen. Rund 50 Feuerwehrleute kämpfen am Boden gegen die Flammen. Sie müssen immer dann weichen, wenn der Löschhubschrauber Wasser abwirft. Der Großeinsatz läuft seit gestern Abend.



