Finanzämter arbeiten an Bürgersprache
Wenn sächsische Finanzämter künftig Briefe verschicken, soll auch jeder verstehen, was drin steht. Wie die Freie Presse berichtet, versucht der Freistaat die Sprache in den Schreiben nach und nach zu vereinfachen. Laut Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann ein Dauerthema in der Steuerverwaltung. Die Bundesländer hätten gemeinsam bereits mehr als 2.000 Musterschreiben, Textbausteine und Ausfüllanleitungen überarbeitet. Hintergrund ist, dass selbst Muttersprachler die Behördenpost oft nicht verstehen.
In Sachsen seien vergangenes Jahr 484 Musterschreiben und 148 Textbausteine in verständlicheres Deutsch übersetzt oder aussortiert worden, 100 weitere sollen in diesem Jahr folgen. Zudem gebe ein Basisregelwerk den Bediensteten Tipps und Beispiele, wie auch frei formulierte Texte verständlicher geschrieben werden können. ( mit dpa)
