- Der Berliner Keeper Luis Klatte hatte große Aktien am Sieg seiner Mannschaft.
Gegen Altglienicke ist es wie verhext
Das Spiel am Dienstagabend gegen den unbequemen Gegner aus Berlin war eine Berg-und-Tal-Fahrt für die 3.320 FSV-Fans. Erst der frühe Rückstand, dann der hochverdiente Ausgleich, Hoffnung, dass der Bock umgestoßen wird, und kurz vor Schluss der zweite Treffer der Gäste. 1:2 – und Altglienicke zog auch noch in der Tabelle an Zwickau vorbei.
Es begann mit einer kalten Dusche. Die Gäste nutzten in der 6. Minute ihre zweite Chance und gingen in Führung – Sydney Sylla traf im Nachschuss aus Nahdistanz. Der FSV schüttelte sich, hatte etwa eine Viertelstunde mehr vom Spiel und kam zu einem Abschluss – der Schuss verfehlte das Tor aber deutlich.
Anschließend ging es hin und her. Zunächst wurde Altglienicke gefährlich, einmal hielt Lucas Hiemann, einmal ging der Ball knapp am Tor vorbei. Auch im anderen Strafraum passierte etwas. Nach gut einer halben Stunde kam eine gute Flanke rein, der erste Zwickauer schlug über den Ball, der zweite schoss übers Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff dann die größte Möglichkeit zum Ausgleich: Fynn Seidel marschiert allein auf den Torwart zu, zieht an der Strafgrenze ab, doch der Ball geht haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Das ließ hoffen.
Tatsächlich drängten die Rot-weißen nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich. Den hatten Philipp Harant und Paul Besong gleich in der Anfangsphase auf dem Fuß, scheiterten aber am starken Keeper. Nachdem die Strafraum-Szenen eine Weile lang seltener geworden waren, brannte es eine Viertelstunde vor Schluss dreimal im 16er der Berliner. Ihr Keeper rettete mit Glanztaten die Führung. Die 3.320 Zuschauer peitschten den FSV nach vorn, und in der 81. Minute klingelte es endlich: Fynn Seidel jagte den Ball aus etwa zehn Metern ins Tor.
Es roch sogar nach mehr! Theo Martens und Tim Hannemann hielten drauf, trafen aber den Kasten nicht. Anders Altglienicke: Wie aus heiterem Himmel drückte Biyan Kizildemir in der 89. Minute den Ball über die Torlinie. 1:2. Wie bitter!
