- Die Schüler arbeiten gemeinsam mit ihren Eltern, Lehrkräften, Freunden und Mitarbeitern des Amts für Stadtgrün und Gewässer am entstehenden Mikrowald.
- Die Kinder haben auf selbst angefertigten Infotafeln über den Mikrowald informiert.
- Das selbst gemalte Baustellenschild hat allen Schsulustigen gezeigt, was gerade entsteht.
Grün statt grau - Mikrowald wächst am Bayerischen Bahnhof
Am Bayerischen Bahnhof entsteht auf einer bislang unscheinbaren Fläche ein sogenannter Mikrowald. Mitarbeiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer haben gemeinsam mit Schülern der Kurt-Masur-Grundschule damit begonnen, rund 1.300 Jungpflanzen zu setzen. Auf etwa 450 Quadratmetern wächst so ein dicht bepflanzter Mini-Wald heran – ein deutlicher Gegensatz zu klassischen Wäldern, die oft mehrere tausend Hektar groß sind.
Vielfalt auf engem Raum
Gepflanzt werden über 70 verschiedene Arten, darunter rund 650 junge Bäume wie Stiel-Eichen, Flatter-Ulmen und Wild-Apfel. Durch die dichte und vielfältige Bepflanzung soll sich der Mikrowald besonders schnell entwickeln und ein eigenes kleines Ökosystem bilden.
Projekt aus der Schule heraus
Die Idee für den Mikrowald stammt von Lehrer Kai Votava. Für die Schüler ist die Pflanzaktion nicht nur ein praktisches Erlebnis, sondern auch Teil eines langfristigen Konzepts: Die Fläche soll künftig als pädagogischer Lehrraum dienen. So können die Schüler direkt beobachten, wie sich Natur entwickelt und welche Rolle sie für die Umwelt spielt. Außerdem soll der Wald mit Lerntafeln ausgestattet werden, diese sind bereits beantragt.
ZUKunftswerkstatt
Die weitere Initiative für den Mikrowald entstand dann in der schuleigenen „ZUKunftswerkstatt“. Dort arbeiten die Schüler an eigenen Ideen und Themen im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wer sich für die Arbeit interessiert, ist herzlich eingeladen, sich diese freitags ab 9 Uhr vor Ort anzusehen, so Schulleiterin Frau Riethmüller.
Beitrag zum Stadtklima
Auch für die Stadt hat das Projekt eine wichtige Funktion. Der Mikrowald soll zur Klimaanpassung beitragen, die Luft reinigen sowie Schatten spenden und Lärm reduzieren. Gerade in dicht bebauten Gebieten gelten solche kleinen Wälder als effektive Maßnahme zur Verbesserung des Mikroklimas.
Gefördertes Umweltprojekt
Das Projekt kostet rund 35.000 Euro und wird zu 90 Prozent vom Bundesumweltministerium gefördert. Mit dem Mikrowald entsteht damit nicht nur ein neuer grüner Ort, sondern auch ein nachhaltiges Projekt mit Vorbildcharakter.


