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Glücksbote ist Zootier des Jahres

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In Afrika gilt er als Glücksbote und mit seiner goldenen Federkrone ist er ein echter Hingucker, doch seine Population geht zurück: Der Kronenkranich wurde im Zoo Dresden von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) offiziell zum „Zootier des Jahres 2026“ ernannt. Die Bestände des afrikanischen Vogels sind in den letzten 40 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen. Nun soll die Kampagne den „Glücksboten“ vor dem Aussterben bewahren.

Hilfe, die direkt ankommt

Die Ursachen für den Rückgang: Pestizide, Stromleitungen und illegaler Handel setzen den Tieren zu. Mit Spendengeldern aus der Aktion werden nun Projekte in Kenia, Tansania und Burundi unterstützt. Gekauft werden unter anderem Geländefahrzeuge und Motorräder, damit Schützer auch entlegene Gebiete erreichen können. Zudem werden Einheimische geschult, um Nistbäume zu pflanzen und die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten.

Ein natürlicher Schutz vor Hungerplagen

Der Kronenkranich ist für die Bauern in Afrika unverzichtbar, da er ein talentierter Heuschreckenjäger ist. Indem er die Insekten frisst, verhindert er, dass riesige Schwärme entstehen, die ganze Ernten in kürzester Zeit vernichten könnten. Stirbt der Kranich aus, verlieren die Menschen einen ihrer wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen Hungersnöte.

Gemeinsam für den Artenschutz

„Der Kronenkranich ist ein wichtiger Gradmesser für den Zustand unserer Natur“, betonte Schirmherr und Ministerpräsident Michael Kretschmer. Seit zehn Jahren rückt die Kampagne „Zootier des Jahres“ Arten, die eher unbekannt sind, ins Rampenlicht. Gemeinsam mit Zoos und Naturschutzverbänden soll nun sichergestellt werden, dass der elegante Vogel eine Zukunft in der afrikanischen Savanne hat. So bleibt er den Menschen vor Ort als Glücksbote und wichtiger Helfer erhalten.

Audio:

Sven Hammer von der ZGAP
Zoochef Karl-Heinz Ukena