- Jede Menge Farbe steht bereit...
- Erste Versuche der Kids.
Graffitiprojekt in Freiberger Bahnhofsvorstadt
In Freiberg werden die Bahnhofsunterführung und mehrere Stromkästen zu Leinwänden - auf Initiative des Freiberger Ordnungsamts darf legal gesprayt werden.
Unter Anleitung rücken Kinder und Jugendliche Schmierereien in der Bahnhofsvorstadt zu Leibe.
Oberbürgermeister Sven Krüger sieht in der altersübergreifenden Kooperation eine besondere Chance für die weitere Entwicklung im Quartier: „Wir möchten, dass das gemeinsame Sprayen die Menschen einander näher bringt, es zu Gesprächen kommt und Verständnis für die jeweilig andere Lebenswelt geweckt wird. Deshalb binden wir gezielt Jugendliche in die Gestaltung des öffentlichen Raums ein.“
In Graffiti-Workshops sammeln die Kinder und Jugendlichen ab Juni zunächst ihre Ideen zur Neugestaltung der Unterführung und entwickeln grafische Motive. Angeleitet werden sie von dem professionellen Graffiti-Künstler Nico Roth aus Adorf im Vogtland, der u.a. für größere Energieversorger Gebäude verschönert.
Die Tunneleingänge sollen in Anlehnung an einen Bergwerksstollen oder ein Mundloch zum Thema „Silberstadt“ gestaltet werden. Auch Kristalle, Gestein oder ein alter Hunt werden sich vielleicht in den Kunstwerken wieder finden. Im Inneren des „Silbertunnels“ sollen die Kinder und Jugendlichen ihre Gedanken zur Zukunft Freibergs an die Wände bringen können.
Eine Fläche soll am Ende jedoch frei bleiben: Die Stadt will diese als legale Fläche zum Sprayen ausweisen, um illegalem Besprühen vorzubeugen. Während ihrer Arbeit werden die am Projekt teilnehmenden Kinder und Jugendlichen durch die zuständigen Bürgerpolizisten über illegales Sprühen, Sachbeschädigung und deren Folgen aufgeklärt.
Der Tunnel kann während des Sprayens nicht genutzt werden.

