Großbrand in Cossebaude gelöscht
Ein verheerender Gebäudebrand hat seit den frühen Morgenstunden die Feuerwehr in Dresden-Cossebaude in Atem gehalten. Ein Einfamilienhaus stand vom Keller bis zum Dach in Flammen. Starker Wind und Probleme bei der Löschwasserversorgung erschwerten den Einsatz der rund 70 Rettungskräfte massiv. Nachbarhäuser wurden evakuiert, und für die Bevölkerung galt eine Warnung. Inzwischen ist der Brand gelöscht.
Bewohner retten sich ins Freie - Nachbarhaus evakuiert
Der Brand in der Liebknechtstraße wurde am Samstagmorgen gegen 01:09 Uhr gemeldet. Die Bewohner des betroffenen Einfamilienhauses konnten sich laut Feuerwehrsprecher Michael Klahre rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Sie stehen unter Schock und wurden vorübergehend bei Verwandten untergebracht.
Starker Wind trieb die Flammen in Richtung eines direkt angrenzenden Wohngebäudes. Um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, evakuierten die Einsatzkräfte die Nachbarn vorsorglich. Sie werden vorübergehend in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe betreut.
Engpass beim Löschwasser
Die Löscharbeiten gestalteten sich von Beginn an äußerst schwierig. Wegen zeitweisen Wassermangels mussten sich Löschtrupps anfänglich zurückziehen. Erst durch einen nachalarmierten Pendelverkehr von Tanklöschfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr konnte die kontinuierliche Wasserversorgung an der Einsatzstelle gesichert werden. Aktuell bekämpfen die Einsatzkräfte den Brand parallel von außen über zwei Drehleitern sowie im Gebäudeinneren mit vier Strahlrohren. Aufgrund der enormen körperlichen Belastung und des hohen Verbrauchs an Atemschutzgeräten wurden die Trupps regelmäßig ausgetauscht.
Warnung vor Rauch und Funkenflug
Wegen der starken Rauchentwicklung und des Funkenflugs gab es eine Bevölkerungswarnung per Warn-App und Social Media. Anwohner im Umkreis von 500 Metern wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Karl-Liebknecht-Straße, der Albertplatz und die Weinbergstraße wurden für den Verkehr voll gesperrt.
Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr (Wachen Übigau, Löbtau, Altstadt) sowie mehrerer Stadtteilfeuerwehren vor Ort. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.


