- Die sogenannten Hertha Bubis zu Gast im Bruno Plache Stadion.
Hertha Bubis fordern den Regionalliga-Meister
Der 1. FC Lok Leipzig empfängt am 4. Spieltag der Regionalliga Nordost die U23 von Hertha BSC. Vor dem Anpfiff steht das Gedenken an Bernd Lange im Mittelpunkt. Das langjährige Präsidiumsmitglied des Vereins war am 6. August verstorben. Nach einer kurzen Ansprache wird im Bruno-Plache-Stadion in einer Schweigeminute an ihn erinnert.
Sportlich startet Lok zunächst mit mehr Ballbesitz und der größeren Initiative. Die erste Viertelstunde bleibt allerdings ohne die ganz großen Möglichkeiten. In der 10. Minute gibt es einen Freistoß für die Leipziger – Hertha-Torhüter Konstantin Heide ist zur Stelle.
Nach rund 20 Minuten erhöht Lok den Druck. In der 24. Minute gibt es die erste Ecke für die Gastgeber, die kurz ausgeführt wird und eine gute Möglichkeit einleitet. Kurz darauf muss Lok bereits wechseln: Alexander Siebeck klagt über Probleme im Adduktorenbereich und wird in der 25. Minute durch Rühlemann ersetzt.
Auch die zweite Lok-Ecke in der 28. Minute bringt Gefahr. Wieder wird sie kurz ausgeführt, am Ende landet der Ball aber in den Armen von Hertha-Keeper Heide. Nur eine Minute später haben die Leipziger dann die große Chance zur Führung – doch der Ball landet am Pfosten.
Kurz vor der Pause wird es erneut gefährlich: In der 43. Minute trifft Lok mit einem Freistoß wieder nur das Aluminium. So geht es nach 45 Minuten torlos in die Kabinen. Nachspielzeit gibt es keine.
Hertha trifft – Lok läuft dem Rückstand hinterher
Nach dem Seitenwechsel sind zunächst die Gäste gefährlich. In der 47. Minute landet ein Abschluss der Hertha am Pfosten. Auch der Nachschuss bringt nichts ein.
Lok antwortet mit einem eigenen Angriff, doch dann schlägt Hertha zu: In der 50. Minute rollt der Ball nach einem Abschluss nur langsam in Richtung Lok-Tor. Die Leipziger Abwehr bekommt keinen Zugriff – und so landet die Kugel schließlich im Netz. Kannewurf bringt die Berliner damit überraschend in Führung.
Nur sieben Minuten später legen die Hertha-Bubis nach. Sebastian Weiland erhöht in der 57. Minute auf 2:0. Für Lok wird es nun zunehmend schwierig. Djamal Ziane kommt anschließend ins Spiel, zudem nimmt Lok weitere personelle Veränderungen vor.
Die Leipziger geben sich aber nicht geschlagen. In der 66. Minute gelingt der Anschlusstreffer: Ayodele Adetula bringt Lok zurück ins Spiel.
Danach entwickelt sich eine zunehmend intensive Schlussphase. Lok drückt immer stärker auf den Ausgleich und kommt zu mehreren Möglichkeiten. Die Leipziger werfen nun alles nach vorne, doch zunächst fehlt im Abschluss die letzte Konsequenz.
Die Hertha-Bubis verteidigen ihren Vorsprung mit großem Einsatz und bleiben gleichzeitig über Konter gefährlich. Lok hat in der Nach dem Tor deutlich mehr vom Spiel – muss aber weiter auf den Ausgleich warten.
Nach dem 2:1-Anschlusstreffer durch Adetula in der 66. Minute drückt Lok immer stärker. Die Leipziger haben deutlich mehr Ballbesitz und erspielen sich mehrere gute Chancen. Der Ausgleich will aber trotz des zunehmenden Drucks nicht fallen.
Auch die gelben Karten gibt es erst nach dem Seitenwechsel. In der Schlussphase wirft Lok noch einmal alles nach vorne. Vier Minuten werden nachgespielt – doch auch in der Nachspielzeit bleibt es beim 1:2.
Damit müssen sich die Leipziger trotz klarer Feldüberlegenheit und zahlreicher Chancen der Hertha-Reserve geschlagen geben. Endstand: 1:2 aus Sicht von Lok Leipzig. Die Hertha Bubis siegen damit das erste Mal seit langer Zeit vor 4.056 Zuschauern im Bruno Plache Stadion.
