Hybridunterricht in der Oberlausitz hat sich bewährt
Der Hybrid-Unterricht an drei Gymnasien in der Oberlausitz hat sich nach Ansicht des sächsischen Kultusministeriums bewährt. Diese Form wird seit gut einem Jahr erprobt. Das Modell sei gerade im ländlichen Gebiet geeignet, bei geringen Schülerzahlen ein attraktives Angebot an Leistungskursen in der Abiturstufe aufrechtzuerhalten. RLAU-Reporter KNUT-MICHAEL KUNOTH:
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Seit Beginn des vergangenen Schuljahres wird der Physik-Unterricht vom Görlitzer Curie-Gymnasium per Videoschaltung nach Niesky übertragen. Den Biologie-Unterricht am Gymnasium in Niesky verfolgen Schüler in Weißwasser am Bildschirm. Die Schüler seien begeistert, da sie ihre Wunschfächer belegen könnten, findet das Kultus. Am Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium in Niesky wäre ohne das Projekt mit vier Schülern kein Leistungskurs für Physik zustande gekommen. Am Landau-Gymnasium in Weißwasser hätte es mit nur zwei Schülern nicht für einen Kurs in Biologie gereicht.
Wöchentlich werden drei Stunden online unterrichtet. Zwei weitere Stunden pro Woche, die für Experimente und praktische Versuche vorgesehen sind, hält die Lehrkraft immer live vor Ort. Trotz höheren Aufwands, etwa auch zur technischen Vorbereitung der Videoübertragung, schätzten die beteiligten Pädagogen das Projekt als „sehr erfolgreich“ ein. (dpa/red)
