- Ein LKW fährt auf das Betriebsgelände von Schnellecke in Pölbitz.
Nach Warnstreiks: Schnellecke-Beschäftigte erhalten vollen Inflationsausgleich
Die Beschäftigten des Logistikunternehmens Schnellecke erhalten einen Inflationsausgleich von 3.000 Euro – steuer- und abgabenfrei. Darauf haben sich IG Metall und Unternehmen nach achtstündigen Verhandlungen geeinigt. Auszubildende erhalten die Hälfte, Teilzeitbeschäftigte anteilige Beträge. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte, habe vor allem der massive Druck der Warnstreiks zu einem Umdenken beim Arbeitgeber geführt. Der wollte nur 500 Euro zahlen und nicht – wie im Westen – 3.000 Euro.
„Mehr als 30 Jahre nach der Wende lassen sich die Beschäftigten an den ostdeutschen Standorten nicht mehr billiger abspeisen als ihre Kolleginnen und Kollegen an westdeutschen Standorten wie Wolfsburg oder Dingolfing“, kommentierte IG-Metall-Verhandlungsführer Benjamin Zabel das Ergebnis.
Schnellecke beschäftigt an den vier Standorten in Sachsen rund 1.800 Menschen, die Hälfte davon in Glauchau. In den vergangenen Tagen hatten diese zweimal die Arbeit niedergelegt.
