In Freital werden jetzt Salbeiwurzeln „geerntet“
Auf den Salbeifeldern der Bombastus-Werke in Freital läuft die Ernte. Allerdings nicht bei den Blüten, sondern bei den Wurzeln. Sie werden gerodet und zerkleinert.
Rund 40 Hektar werden von der Bombastus-Werke AG zwischen Wurgwitz und Oberhermsdorf bewirtschaftet. Etwa 13 Hektar stehen derzeit unter Salbei. Vom überwiegenden Teil der Pflanzen werden die Blätter für die Teeproduktion verwendet. Außerdem werden im Frühsommer auf ausgewählten Flächen Blüten geerntet und zu einem Auszug verarbeitet.
Bombastus ist eigenen Angaben zufolge weltweit der einzige Anbaubetrieb, der die Wurzel der Heilpflanze und ihre Wirkstoffe nutzt. Daraus wird unterer anderem ein Bitter-Trunk und ein Likör hergestellt.
„Mit Beginn des Herbstes sammelt die Salbeipflanze in ihren Wurzeln alles, was sie für den Winter braucht“ erklärt Daniel Lehmann, Leiter der Abteilung Feldbau. „Genau diesen Zeitpunkt nutzen wir für das Roden und die Verarbeitung der Wurzeln, auch wenn das beides mit hohem Aufwand verbunden sind. Abgesehen von der maschinellen Lockerung der Wurzeln erfolgen alle weiteren Arbeitsschritte traditionell per Hand.“
Gerodet wird nicht jedes Jahr
Für die diesjährige Wurzelernte ist etwa ein halber Hektar vorgesehen. Gerodet wird nur dort, wo ältere Salbeipflanzen seit mindestens fünf Jahren stehen und gut ausgebildete Wurzeln haben. Rund 500 Kilogramm sollen so zusammenkommen, genug, um den Bedarf für die kommende Zeit zu decken.
Die zerkleinerten Wurzeln werden in 500-Liter- Steingut-Bottichen in eine spezielle alkoholische Lösung eingelegt, wo sie über einen bestimmten Zeitraum ihre Inhaltsstoffe abgeben.
