Kamenz bereitet Landebahn für Investoren
Der Kamenzer Flugplatz wird attraktiv gemacht für neue Unternehmen. Heute wurde der erste Spatenstich für die Erschließung einer rund 12.000 Quadratmeter großen Gewerbefläche gesetzt - als erster Teil eines Gewerbeparks.
Drei der vier Grundstücke sind schon verkauft So wird die Großenhainer Flugschule „Born-2-Fly“ in Kamenz landen. Kamenz sei einer der wenigen Plätze mit Wachstum, sagte uns Geschäftsführer Jan Meißner. „Großenhain hat dagegen keine Perspektive.“ Es sei politisch nicht gewollt, dass sich der Platz entwickele, begründete Meißner den Umzug.
Die Erschließung des ersten Bauabschnitts kostet rund 1,2 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen bis Mitte November dieses Jahres abgeschlossen sein. Dann könnten die Investoren loslegen, so der Geschäftsführer der Flugplatz Kamenz GmbH, Wulf-Dietrich Schomber. Ein zweiter, größerer Bauabschnitt soll folgen. Eine Berliner Unternehmensgruppe will in Eigenleistung im Norden des Platzes ein 20 Hektar großes Gebiet mit Abstell- und Produktionshallen entwickeln.
Oberbürgermeister Roland Dantz bezeichnete den künftigen Gewerbepark als „starken Beitrag für die Entwicklung des Verkehrslandesplatzes und ein Signal für den Strukturwandel“. Damit werde der Wirtschaftsstandort gestärkt. „Luftfahrt gehört seit Jahrzehnten zu Kamenz wie Schwarze Elster und das Forstfest.“
Zehn Unternehmen haben sich an der früheren Militärpiste niedergelassen. Die Flugplatz GmbH verweist auf rund 18.000 Flugbewegungen im Jahr.

