Kamenzer OB kritisiert „Gezerre“ um Körse Therme
Der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz hat mehr Tempo im Zusammenhang mit dem gewünschten Schwimmbadneubau gefordert. Die Vorstellungen des Stadtrates lägen auf dem Tisch des Landrates. Es müsse nun geklärt werden, wie es weitergehe, sagte der OB heute Abend auf dem Neujahrsempfang im Rathaus. Diese einmalige Finanzierung dürfe nicht in den Wind geschlagen werden.
Kamenz will sich den Badneubau zu 90 Prozent aus dem Strukturmittelfonds, den sogenannten Kohlemillionen, bezahlen lassen. Die Kosten werden auf mehr als 30 Millionen Euro veranschlagt. Das bestehende Schwimmbad wurde 1977 errichtet. Es ist stark sanierungsbedürftig. In der Halle haben wöchentlich 1.700 Schüler aus 38 Schulen der Region Schwimmunterricht.
Dantz kritisierte das „Gezerre“ um den Erhalt der Körse Therme. Da werde die Sanierung des Bades in Kamenz zur Ochsentour, sagte er mit Blick auf das Engagement des Landkreises für das Gesundheitsbad in Kirschau.
In seiner Rede rief Dantz auch zum Dialog in der Gesellschaft auf. Es müsse möglich sein, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen und Positionen zu benennen, die sich voneinander unterscheiden. Er warnte, Unangenehmes unter den Teppich zu kehren. Der Teppich werde davon unansehnliche, große Beulen bekommen, „die so hässlich sind, dass keiner mehr über diesen Teppich mehr laufen will“.