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Kaum strafrechtliche Konsequenzen für Farbschmierer in Sachsen

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Farbschmierer hinterlassen in Sachsen weiterhin Spuren in Millionenhöhe – und die Täter bleiben meist unerkannt. Im ersten Halbjahr 2026 hat die sächsische Polizei mehr als 4.400 Fälle von Schmierereien und Farbanschlägen registriert. Das geht aus einer aktuellen Antwort des Innenministeriums auf eine AfD-Anfrage hervor.

Spitzenreiter ist Leipzig mit über 1.700 Taten, gefolgt von Dresden mit knapp 1.000 Anzeigen. Im Bereich der Polizeidirektion Görlitz – zuständig für die Landkreise Bautzen und Görlitz – wurden 381 Fälle erfasst. 

Die Chance, die Verursacher zu fassen, ist gering: Die Aufklärungsquote liegt landesweit bei nur gut 13 Prozent, in den Kreisen Bautzen und Görlitz bei rund 15 Prozent. In über 3.000 Fällen mussten die Ermittlungen komplett eingestellt werden. Zu Verurteilungen oder Geldstrafen kam es sachsenweit lediglich in zwölf Fällen.