Kita-Schließung in Weißwasser: Stadt will nach Kriterien entscheiden
Weißwassers Oberbürgermeisterin Katja Dietrich hat die geplante Schließung von Kitas und Streichung von mehr als zweihundert Betreuungsplätzen verteidigt. Ein Weiterbetrieb aller sieben Standorte sei finanziell nicht mehr tragbar und würde die Elternbeiträge massiv in die Höhe treiben. Das hatte zu lautstarkem Protest geführt. Kita-Personal, Eltern und Kinder zogen zogen vor den Stadtrat. Sie demonstrierten gegen die beabsichtigte Schließung von zwei Kitas.
Trotzdem will die Stadt das Betreuungsangebot bis Sommer 2028 drastisch verkleinern. Hintergrund ist der anhaltende Geburtenrückgang. Bereits heute steht fast jeder dritte Platz leer, bis 2035 wird die Zahl der Kleinkinder voraussichtlich um ein weiteres Drittel sinken. Ein Weiterbetrieb aller sieben bisherigen Kitas treibe die Kosten unnötig nach oben und belaste die Eltern über steigende Beiträge, so die Oberbürgermeisterin.
Welche Einrichtungen konkret schließen müssen, soll in den kommenden Monaten anhand von baulichen Kriterien, Lage und Konzepten entschieden werden.
Oberbürgermeisterin Katja Dietrich:
Die Auswahl der Schließungsobjekte wird auf zu bewertenden Kriterien basieren. Hier spielen beispielsweise hinein: Zieleinsparung, Belegung, pädagogisches Konzept, Lage, baulicher Zustand und mgl. Sanierungsaufwand, Trägervielfalt. Weitere mögliche Kriterien sowie deren Gewichtung sind nun Teil der Besprechungen mit den Stadträten, sachkundigen Einwohnern sowie den Trägern.
