KNDS-Chef: „Görlitz liefert Verlässlichkeit“
Rüstungshersteller KNDS sieht für den neuen Standort Görlitz eine langfristige Perspektive. Die Auftragsbücher seien gefüllt. Die Beschäftigten brauchten sich deshalb in den nächsten 15 Jahren keine Sorgen um Ihren Job zu machen, sagte KNDS-Chef Florian Hohenwarter heute vor der Belegschaft.
KNDS ist seit April vergangenen Jahres in Görlitz. Auf dem ehemaligen Alstom-Waggonbaugelände werden Module für die Panzer Leopard 2 und Boxer hergestellt, außerdem Lkw-Führerhäuser. Ziel ist die Serienproduktion von Großbaugruppen wie Panzertürmen und -wannen sowie Fahrmodulen. Die Teilfertigung für den Puma kommt im nächsten Jahr hinzu. Bis 2029 soll die volle Kapazität erreicht werden. „In Görlitz werden Grundkomponenten für die Endprodukte hergestellt“, so Hohenwarter.
Der deutsch-französische Rüstungskonzern sieht Görlitz als Rohbau- und Schweißzentrum für Stahl und Aluminium. „Wir knüpfen hier an die Kompetenz der Görlitzer Waggonbauer an“, so Standortleiter Enrico Blocksdorf.
KNDS hat 300 der zuletzt 700 Alstom-Beschäftigten übernommen. Bis Ende dieses Jahres sollen weitere 100 eingestellt werden. In die Umgestaltung des Görlitzer Werks hat der Konzern bislang 100 Millionen Euro investiert. Der Transformationsprozess gelinge. „Görlitz liefert Verlässlichkeit“, so Hohenwarter.




