- "Koch des Jahrhunderts" - Eckart Witzmann gibt Kulinarik-Bibliothek nach Dresden
- Blick auf zwei Magazin-Regale der Bibliothek Witzigmann in der SLUB Dresden
- Ausschnitt aus "25 Jahre Tantris" von Hans Haas.
- Eckart Witzigmanns Exemplar der zweiten Auflage von Carl Friedrich von Rumohrs "Geist der Kochkunst"
„Koch des Jahrhunderts“ gibt Bibliothek nach Dresden
Spitzenkoch Eckart Witzigmann gibt seine kulinarische Bibliothek in das Deutsche Archiv der Kulinarik an der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) Dresden. Sie und die TU Dresden kauften die rund 6.000 Bände umfassende Sammlung auch mit Hilfe eines privaten Stifters an.
Bei der Übergabe am Montag sprach SLUB-Generaldirektorin Katrin Stump von einem „bedeutenden Meilenstein“ für die Weiterentwicklung des 2022 gegründeten Archivs. Mit Witzigmanns Sammlung moderner Kulinaria ab 1970 lasse sich der Wandel der kulinarischen Ästhetik grundlegend analysieren und die Forschung weiter ausbauen. „Die Bestände reichen nun europaweit von der Gourmetküche der Renaissance bis in die Gegenwart.“
Witzigmann freut sich, dass seine Bibliothek dort bewahrt und öffentlich zugänglich wird. „Es ist wunderbar, dass es einen zentralen Ort gibt, an dem für den deutschsprachigen Bereich die bedeutenden Kulinaria gesammelt werden“, sagte der 82-Jährige laut Mitteilung. Er wünsche sich, „dass noch viele außergewöhnliche Köche ihre Schätze dorthin geben, damit die hohe Kochkunst einen gemeinsamen Fundus hat, aus dem sie schöpfen kann“.
Hintergrund zu Eckart Witzigmann
Der 1941 im österreichischen Bad Gastein geborene Witzigmann war 1979 der erste Drei-Sterne-Koch der Bundesrepublik. 1994 wurde er vom Restaurantführer „Gault & Millau“ zum „Koch des Jahrhunderts“ gekürt. Diese Auszeichnung wurde vor ihm nur an drei andere Meister verliehen: Paul Bocuse, Joël Robuchon und Frédy Girardet. Witzigmann war der erste Nicht-Franzose, dem diese Auszeichnung zuteil wurde. (mit dpa)



