- Kurz nach dem Ortseingang Leipzig (aus Richtung Taucha) wurde im Dezember eine neue Tempo-30-Zone ausgewiesen (Schild ganz rechts). Zur Begründung heißt es, dass sich daneben ein Schulweg befinden würde. Doch der ist, wie man hier sieht, noch nicht mal an der Straße - dazwischen befindet sich noch ein Graben.
Politisch motiviert? Baubürgermeister wegen neuer Tempo-30-Zone in Erklärungsnot
War die Einrichtung dieser neuen Tempo-30-Zone politisch motiviert und gar nicht nötig bzw. nicht rechtens? Das legen die Argumente von Autofahrern und CDU-Stadtrat Falk Dossin jetzt nahe …
Darum geht´s
Ende 2025 hatte die Stadt eine neue 30er-Zone auf der Tauchaer Straße kurz nach dem Ortseingang Leipzig eingerichtet - zwischen „Am langen Teiche“ und „Krätzbergstraße“. Das erfolgte laut Stadt „auf der Grundlage der novellierten Straßenverkehrs-Ordnung, die u.a. vorsieht, die Fußgängersicherheit und hier insbesondere die Schulwegsicherheit zu erhöhen, in dem die Geschwindigkeit auf hochfrequentierten Schulwegen auf 30 km/h beschränkt wird“. Kosten: 5200 Euro.
„Man braucht die 30er-Zone dort gar nicht“
So weit, so gut. Problem: In einem großen Teil dieses Abschnittes ist der Weg durch einen breiten Graben von der Straße getrennt. „Man braucht dort diese 30er Zone also gar nicht, weil niemand gefährdet wird“, so Dossin. Außerdem würde sich die nächste Schule noch nicht mal in der Nähe und auch nicht an der Tauchaer Straße befinden. Ihn hatten zuvor Anfragen bzw. Beschwerden von Leipzigern dazu erreicht.
Baubürgermeister Dienberg räumte auf Dossins Nachfrage im Stadtrat ein, das vor Ort noch mal prüfen zu müssen. Seit Jahren gibt es immer wieder Kritik, dass die Stadt zu viele Tempo-30-Zonen ausweist. Vor allem CDU und AfD werfen dem Leipziger Rathaus immer wieder vor, dies ohne hinreichende Gründe aus ideologischen Gründen zu machen.

