Kritik und Abwarten nach Turow-Entscheidung
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Das Urteil zum Weiterbetrieb des Braunkohletagebaus Turow ist auf Kritik gestoßen. Als kein Zeichen guter Nachbarschaft bezeichnete die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini die Entscheidung. Viele Fragen aus Zittau blieben weiterhin unbeantwortet.
Polens oberstes Verwaltungsgericht hatte den Abbau-Stopp für den Tagebau im Zittauer Dreiländereck aufgehoben. In erster Instanz war die Einstellung verfügt worden, weil die vorgelegten Dokumente zur Umweltverträglichkeit fehlerhaft seien. Polen hatte die Lizenz für das Bergwerk bis 2044 verlängert. Zittau befürchtet Schäden an Gebäuden, Lärm- und Staubbelastung und hatte deshalb geklagt.
Die Stadt will zunächst die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann Stellung beziehen.
